KinoLaute – „Guardians of the Galaxy Vol. 2″

Endlich ist es so weit, der (zumindest von uns) sehnlichst erwartete zweite Film über die etwas andere Superheldentruppe ist in den Kinos gestartet. Die halbe Redaktion ist für euch (und für sich selbst) ins Kino gegangen und hat wieder einmal nicht nur eine, sondern gleich fünf Meinungen für euch! Habt ihr den Film auch schon gesehen? Sagt uns doch in den Kommentaren, wie er euch gefallen hat! 

Quelle: www.filmstarts.de ©Marvel Studios 2017

Sophia: 9/10
„Der erste Guardians of the Galaxy ist mein absoluter Lieblings-Marvel-Film, deshalb hatte ich auch große Erwartungen für Vol. 2 – und ich wurde nicht enttäuscht. Zwar ist das ganze Konzept nichts neues mehr, aber Marvel liefert auch diesmal wieder erstklassige „neue“ alte Musik und eimerweise lustige Momente, sodass ich kaum mehr aus dem Lachen herauskam. Die Story ist vielleicht ein kleines bisschen (oder ein großes bisschen) kitschig, das hat mich aber überhaupt nicht gestört. Highlight war in diesem Film, wie schon zu erwarten war, Baby Groot, der auch jede Menge Screen Time bekommen hat. Mir hat es gut genug gefallen, dass ich mir den Film nochmal im Kino ansehen werde.“

Juju: 8/10 (+ Bonuspunkt für Baby Groot)
„Der Film startet mit einer der coolsten Kampfszenen, die ich je in einem Film gesehen habe – ganz eventuell bin ich bei dieser Aussage etwas davon beeinflusst, dass Baby Groot an Knuffigkeit sogar noch den gestiefelten Kater schlägt. Jede Szene wird zum Highlight, wenn der winzige Baum über die Bildfläche tanzt und vergeblich versucht grimmig zu schaun. Dafür eigentlich die volle Punktzahl.
Schön finde ich auch, dass man mehr über die Charaktere und ihre Hintergrundgeschichte erfährt. Drax beispielsweise bekommt einiges mehr an Tiefe und wird zu einem sehr faszinierenden Charakter. Positiv anzumerken ist auch, dass der Film trotz Anlagen dazu nicht in plumpen Lovestories ausartet.
Dennoch kann der Film was Action und Humor betrifft nicht ganz mit dem ersten Teil mithalten, da die Handlung an einigen Stellen eher mäßig und vorhersehbar ist, dafür gibt es Abzug.
Habe ich erwähnt, wie unfassbar süß dieser kleine vergessliche Baum ist? Einen Bonuspunkt für BABY GROOT!“

Maike: 8/10

Als ich Guardians of the Galaxy vor ca. 3 Jahren im Kino sah, war ich absolut begeistert. Es ist bis heute mein liebster Superheldenfilm. Action, Humor und eine Prise Wahnsinn sind immer noch meine liebste Kombination in diesem Genre. In Vol.2 bin ich mit folgenden Erwartungen reingegangen: ganz viel zu lachen und ganz viel Baby Groot zu sehen. Wurden diese Erwartungen erfüllt? Oh ja! Ich habe mich kein bisschen gelangweilt und der zugegebenermaßen verhältnismäßig einfallslose Plot hat mich weder überrascht noch gestört. Ich habe mich wunderbar amüsiert und ganz viel unglaublich süßen Baby Groot sehen dürfen, unterlegt mit klasse Musik. Was will ich mehr? 

 

Basti: 8,5/10 

„Wer hat denn da meinen Wunschzettel genommen und an Marvel geschickt? Kaum ein halbes Jahr nach Weihnachten (oder über ein halbes Jahr zu früh) kommt (fast) der Film, den ich mir gewünscht habe. „Guardians oft he Galaxy Vol.2“ darf das, wovon andere Comicverfilmungen nur träumen: lustig sein. Natürlich könnte man jetzt meckern, dass „Baby Groot“ unverhältnismäßig viel Zeit auf der Leinwand erhält oder sich darüber beschweren, dass die Story so vorhersehbar ist, wie die Farbfolge eines Zebrastreifens. Außerdem ist ja wohl… OH, MEIN GOTT! GUCK MAL! BABY GROOT TANZT!! WIE SÜß!!!! UND VOLL DIE TOLLE MUSIK!! AAAAAH! … Was wollte ich sagen? Achja! „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ ist einer der lustigsten Filme aller Zeiten. Reingehen und ablachen!“

 

Jakob: 4,5/10

„Von allen Marvel-Filmen mochte ich eigentlich nur Ant-Man lieber, als Guardians of the Galaxy  und diesen auch nicht mit großem Abstand.  Bevor „Vol.2“ nun heraus kam, befürchtete ich – wie immer bei zweiten Teilen – dieser Film würde nun eher Marketing- als Storytelling-Prinzipien gehorchen, sprich alles überbetonen was den Fans am ersten Teil gefiel und dafür auf neue Ideen und eine originelle Handlung verzichten. In den langen und düsteren Annalen der Fortsetzungsgeschichte wäre das bei weitem nicht das erste Mal. Und was soll ich sagen? – Volltreffer! Wirklich viel mehr erfährt man über die Charaktere nicht, stattdessen werden ihre markantesten Eigenschaften einfach mal zehn genommen und auf die Leinwand geklatscht. Da hilft es auch nicht, dass Baby-Groot verflucht niedlich ist, Schokolade ist auch nur bis zu einem bestimmten Punkt etwas Tolles. Auch darüber hinaus ist die Charakterzeichnung durchschaubar und generisch: Jeder – JEDER – der Charaktere hat eine unglaublich düstere Vergangenheit, deren Erwähnung allein ausreicht um den Zuschauer zu ganzen Bächen von Tränen zu rühren. Eigentlich habe ich nichts gegen tragische Helden und ich sehe ein, dass so etwas die Truppe zusammenschweißt, aber die Tragik bei jeder Gelegenheit mit dem Holzhammer zu vermitteln…es ginge eine Spur dezenter. Was die Handlung angeht… Vol.2 hat mit über zwei Stunden eine ordentliche Länge und schafft es leider nicht diese angemessen zu füllen oder um es anders zu sagen: Mannomann, war das streckenweise langweilig! Während der erste Teil schlicht ein atemloses Feuerwerk war, braucht dieser Film eine Ewigkeit seine äußerst berechenbare und wenig originelle Story in Gang zu setzen. Diese ist – zugunsten primitiv gezeichneter Konflikte zwischen den Charakteren – auch recht reduziert und zudem noch in zwei Handlungsstränge gespalten, die sich – bis auf eine letztendliche Deus-ex-machina-Zusammenführung –kaum beeinflussen. Lange Rede kurzer Sinn: Guardians of the Galaxy Vol.2 schafft es nicht, die hohen Erwartungen, die Regisseur James Gunn mit dem ersten Teil gesteckt hat, zu erfüllen. Vielmehr flüchtet er sich in praktische Marketing-Entscheidungen, die den originellen Charme, den ich mir erhofft hatte weitestgehend ersticken. Es handelt sich nicht um einen wirklich schlechten Film, dafür gibt es doch einige Gags und Sequenzen die tatsächlich gut gelungen sind. Dennoch schaffte er nicht einmal, mir den Satz zu entlocken, den ich von jedem Film dieser Art als Mindestanforderung erwarte: Naja, wenigstens hat er mich gut unterhalten. Es ist ein Film, der wohl ziemlich schnell in Vergessenheit geraten wird. Wieder einmal beweist sich das Credo: Größer ist nicht immer besser, sondern oft nur einfacher.“

 

Quelle: www.filmstarts.de ©Marvel Studios 2017

Sophia Heckmann

Sophia Heckmann

Sophia hat in Schottland ihren Bachelor in Performance gemacht und studiert jetzt in Passau Jura. Wie genau das zusammen passt weiß sie selbst zwar nicht genau, aber solange es Spaß macht ist das ja auch nebensächlich. In der KultLaute Theatergruppe hat sie seit dem ersten Semester ihren kreativen Ausgleich zum Gesetze wälzen gefunden und freut sich schon darauf, ab jetzt auch ihre anderen Interessen ins KultLaute Universum einzubringen.

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1 Antwort

  1. 9. Mai 2017

    […] Ich ging recht enthusiastisch an diese „Thirteen Reasons Why“ heran: Nach sehr vielen Superhelden, Magie und Endzeit-Szenerie wünschte mir mal wieder eine Serie, die sich mit echtem menschlichen Drama, mit realen Problemen auseinandersetzt und das auch möglichst in meinem Jahrhundert. Nicht, dass ich Superhelden, Endzeit und Magie-Settings nicht mag, aber ich habe das Gefühl, dass es sich der ein oder andere Fantasy-Plot zu einfach macht: Die Konstruktion einer komplexen zwischenmenschlichen Story erfordert nun mal mehr Raffinesse, als die eines Effekt-basierten Spektakels in dem es eher darum geht coole Kämpfe zu inszenieren und stets neue Superlative zu schaffen. So finde ich auch manches Kammerspiel (wie z.B. „Breakfast Club“ oder „Der Gott des Gemetzels“) mitreißender als aufwändig produzierte Action-Streifen (z.B. der jüngst erschienene „Guardians of the Galaxy 2“). […]

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