KultLaute kocht ein Kürbismenü

Morgens hängt der Nebel über dem Inn, der Weg zur Uni ist mit bunten Blättern bedeckt: der Herbst ist in Passau angekommen. Während das feuchte Wetter nicht jedermanns Sache ist, gibt es eine Sache am Herbst, die definitiv unwiderstehlich ist: Kürbisse. Diese gibt es jetzt in allen Formen und Farben zu kaufen und das hat KultLaute sofort ausgenutzt und gleich ein ganzes Menü aufgetischt. Für alle Kürbisliebhaber unter euch haben wir hier nicht nur ein paar Behind-the-Scenes-Fotos sondern natürlich auch die Rezepte.

 

Vorspeise: Schnelle Kürbis-„Pizza“ (Maja)

 

Zutaten:

1/4 Kürbis (Hokkaido oder Butternut)
1 Rolle Blätterteig
1 Packung Feta
2 Handvoll Rucola
1 Zweig Rosmarin
2 TL Honig

 
Zubereitung:

Gleich zu Beginn den Backofen auf 200-220 Grad vorheizen und den gewaschenen Kürbis für ca. 30 min. hineingeben oder in Wasser kochen. Anschließend gut pürieren. Bei einem Hokkaido-Kürbis kann die Schale ohne Bedenken mitgegessen werden, bei einer Butternut jedoch sollte die Schale unbedingt entfernt werden.

 

Nun den Blätterteig auf einem Backblech ausrollen und das Ganze mit dem Kürbispüree bestreichen. Etwas Salz, Pfeffer und den Rosmarin darüber geben und die „Pizza“ mit Feta bestreuen. Dann geht alles für ca. 10-15 Minuten in den Ofen. Zum Schluss noch mit Honig beträufeln und den Rucola verteilen.

 

 


Hauptspeise: Herbstgratin (Sophia)

Dieses Rezept ist tatsächlich eine Eigenkreation, die aus einem Kürbis, den ich mir ohne konkrete Rezeptidee gekauft hatte, und meiner Liebe zu Kartoffelgratin entstanden ist. Eine übriggebliebene Süßkartoffel musste auch noch dran glauben, und geboren war dieses leckere Herbstgratin. In diesem Rezept verwende ich Feta, für meine Originalkreation durfte eine Mischung aus Emmentaler und Camembert zum überbacken herhalten, was auch sehr lecker geschmeckt hat. 

Zutaten (für eine Lasagneform, ca. 4-5 Portionen):

1/2 Hokkaido-Kürbis
1-2 Süßkartoffeln
3-5 Kartoffeln (je nach Größe der Kartoffel und der Form, ich schätze immer ab, wie viele Kartoffeln wohl noch in die Form passen würden)
1 Päckchen Feta
2 Becher Sahne
eventuell etwas Milch zum auffüllen
Zimt
Muskat
Curry
Pfeffer
Salz

als Beilage: Gemischter Salat nach Wunsch, wir haben Eisbergsalat mit Radieschen gegessen

Zubereitung:

Den Kürbis waschen und die Kerne mit einem Löffel entfernen, die Kartoffeln und Süßkartoffeln schälen und alles in sehr feine Scheiben schneiden, hier kann, besonders für die Kartoffeln, eine Raspel sehr praktisch sein. Die Scheiben in die Auflaufform geben und vermischen, dann kräftig salzen (ich denke immer es war zu viel und am Ende muss man fast noch nachsalzen, weil die Kartoffeln viel Salz vertragen), mit den restlichen Gewürzen etwas sparsamer würzen. Dann alles mit den Händen vermischen. Den Feta zerkleinern und ebenfalls untermischen.

 
Alles mit der Sahne übergießen und bei ca. 180 – 200 Grad und Umluft in den NICHT vorgeheizten Ofen stellen. Das Gratin backen, bis alles weich ist, am besten mit einer Gabel testen. Die Backzeit variiert stark von Ofen zu Ofen, bei mir dauert es nur ca. 30 Minuten, als wir bei Sandra gekocht haben waren 45 Minuten fast zu wenig.
Sollte das Gratin zu wenig Flüssigkeit haben, einfach mit etwas Milch (oder noch mehr Sahne für extra Cremigkeit) nachfüllen, sollte es oben schon gut gebräunt, aber noch nicht ganz durch sein hilft ein Stück Alufolie als Abdeckung weiter. Wenn man einfach ab und zu ein Auge drauf hat, ist das alles aber überhaupt kein Hexenwerk. 🙂

Das fertige Gratin schmeckt himmlisch als Hauptspeise mit Salat, kann aber auch eine dekadente Beilage sein. Guten Appetit! 

 


Nachspeise: Pumpkin Cheesecake Mousse (Sandra)

Auf das Rezept für das Pumpkin Cheesecake Mousse bin ich auf dem Blog Two Peas and Their Pods gestoßen (dort findet man viele tolle Rezepte, wenn auch auf Englisch). Allerdings habe ich laktosefreie Milchprodukte und frischen Kürbis benutzt. Cups gibt es mittlerweile auch in Deutschland zu kaufen, alternativ könnt ihr aber auch eine Tasse benutzen (1 Cup entspricht knapp 250 ml). Eigentlich ist das Mousse von der Konsistenz her eher wie eine Creme, es ist aber auf jeden Fall sehr lecker, besonders für Zimt-Fans 😉

Zutaten (für 6-8 Portionen):

1 Hokkaido-Kürbis (für das Rezept braucht ihr nur 3/4 Cup Kürbispüree, aber den Rest könnt ihr zum Beispiel für Majas Vorspeise benutzen)
225 g (laktosefreier) Frischkäse
1/2 Cup Ahornsirup
1/2 TL Zimt
1/2 TL gemahlene Muskatnuss
1/4 TL gemahlener Ingwer
1/4 TL gemahlene Nelken
2 Cups (laktosefreier) griechischer Joghurt
1 Cup geschlagene (laktosefreie) Sahne
1 Cup zerbröselte Spekulatius-Kekse

 

Zubereitung:

Den Hokkaido-Kürbis vierteln und den Strunk und die Kerne entfernen (geschält werden muss er nicht). In einem großen Topf mit Wasser bedecken und für etwa 30 min köcheln lassen. Das Wasser abgießen und den Kürbis pürieren. 3/4 Cup des Kürbispürees für das Pumpkin Cheesecake Mousse zur Seite stellen und abkühlen lassen. Den Rest könnt ihr für ein anderes Rezept verwenden oder einfrieren.

Den Frischkäse cremig schlagen. Langsam den Ahornsirup unterrühren. Gewürze und 3/4 Cup Kürbispüree hinzufügen und verrühren. Griechischen Joghurt hinzufügen. Die geschlagene Sahne unterheben. Das Mousse mindestens 30 min kühlstellen.

Das Pumpkin Cheesecake Mousse in Gläser oder kleine Schüsseln füllen und mit Spekulatius-Krümeln bestreuen. Schon ist das Mousse servierfertig!


 

Wir hatten auf jeden Fall sehr viel Spaß beim Kochen, Fotografieren (danke, Basti!) und natürlich beim Essen 😉 Viel Erfolg beim Nachkochen!

Sandra Kalhofer

Sandra Kalhofer

Sandra liebt Sprachen und arbeitet gerne mit Kindern, deshalb studiert sie Lehramt Gymnasium mit den Fächern Englisch und Französisch. Ihre Liebe zum Schauspielern hat sie schon in der 5. Klasse entdeckt und die hat sie auch zur KultLaute-Theatergruppe gebracht. Außerdem hat Sandra scheinbar viel zu viel Zeit, deswegen macht sie auch bei allen möglichen Gruppen und Projekten mit. Für KultLaute opfert sie aber besonders gerne ihre Freizeit.

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