Kultlaute kocht… Lebkuchenschiff

Zugegeben, es ist nicht die klassische Interpretation eines Lebkuchenhauses und eigentlich wollte ich auch etwas ganz anderes bauen, aber dann ist mir diese Idee gekommen und sie hat mich nicht mehr losgelassen. Das Ergebnis ist mein erstes eigens Lebkuchendrachenboot.

Das Rezept, das ich verwendet habe ist von lecker.de (http://www.lecker.de/es-war-einmal-ein-lebkuchenhaus-46353.html), im Grunde ist es aber egal was für ein Rezept ihr verwendet.

  • 150 g flüssiger Honig

  • 100 g + 2 EL Zucker

  • 3 Eier (Gr. M)

  • 375 g Mehl, 1 1⁄2 TL Kakao

  • 2 TL Lebkuchengewürz

  • 1 gehäufter TL Backpulver

    zusätzlich verwendet habe ich noch

  • Schokolade

  • etwas Zuckerguss

  • weißen Fondant

  • rote Lebensmittelfarbe

  • silberne und goldene Zuckerperlen

  • Einen kleinen Weihnachtsmann

 

Honig, 100 g Zucker und 2 EL Wasser unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat. 10–15 Minuten abkühlen lassen.
2 Eier trennen. 1 Ei, 2 Eigelb und 2 EL Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig rühren. Honigmasse unterrühren. Mehl, Kakao, Gewürz und Backpulver mischen und auf die Honigmasse sieben.
Zuerst mit den Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt ca. 30 Minuten kalt stellen.
Backzeit ist im vorgeheizten Backofen auf 175° Ober und Unterhitze 15-20 Minuten.

 

Der interessante Teil beginnt eigentlich erst jetzt. Ein Viertel des Teiges auf 4-5mm ausrollen, auf eine umgedrehte Metallschüssel legen und überschüssiges Material grob wegschneiden. Der Teig sollte nicht die ganze Schüssel bedecken, sondern nur etwa ¼ der Bodenfläche, damit das Schiff am Ende auch länglich wird und nicht rund. Anschließend werden die Kanten versäubert; besonders die Mittellinie muss möglichst gerade sein. Für die zweite Bootshälfte wiederholt ihr den Vorgang einfach wieder. Tatsächlich musste ich das ganze zweimal machen. Beim ersten Mal hatte ich die Schüssel mit Fett eingerieben und mit Mehl bestäubt, wodurch der Teig seine Form nicht halten konnte.
Ist der Lebkuchen fertig, muss er mit viel Fingerspitzengefühl und etwas Mut von der Schüssel gelöst werden.
Aus dem Rest des Teiges werden die übrigen Formen ausgeschnitten und ausgestochen. Für das Bug- und Heckteil habe ich selbstgemalte Schablonen verwendet. Die Schilder wurden mit einem Schnapsglas ausgestochen. Das Deck und die Masten erfolgen nach Augenmaß. Generell gilt dabei lieber zu klein als zu groß, außerdem geht der Teig im Ofen noch ein wenig auf. Im Zweifelsfall kann man den gebackenen, noch warmen Lebkuchen noch zuschneiden.
Im ursprünglichen Plan waren auch noch Ruder vorgesehen, die schlussendlich nicht zum Schiff gepasst haben.

Schnappsgläser zum Ausstechen der Schilder

Bevor ich das Boot zusammengebaut habe, habe ich Schilder sowie Bug- und Heckfigur verziert. Für das Segel das Fondant so dünn wie möglich ausrollen und mit der roten Lebensmittelfarbe mit Streifen bemalen.
Vor dem Zusammenbauen die Schokolade in einem Wasserbad erhitzen bis sie zähflüssig ist und in eine Spritztüte füllen. Dann könnt ihr euch daran machen das Boot zusammenzusetzen. Rechnet damit, dass ihr die Teile etwas länger ruhen lassen müsst bzw. unterstützen müsst. Mir ist das Boot zweimal auseinandergefallen, weil ich es zu schnell aufstellen wollte.

Aber das Ergebnis lohnt sich.

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