Schatzkiste: Die Piratenbraut

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Wie findet man so einen Schatz?

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Die Piratenbraut habe ich vor etwa einem Jahr zufällig im Fernsehen gesehen und meinem Vater dann – ganz uneigennützig natürlich – zu Weihnachten auf DVD geschenkt. Ich fand den Film großartig und war schockiert, als ich gelesen habe, dass der Film, als er 1995 rauskam, als größter kommerzieller Flop des Filmgeschäfts ins Guinness-Buch der Rekorde einging. Das Produktionsunternehmen Carolco Pictures ging in Insolvenz und Piratenfilme wurden danach als „Kassengift“ angesehen – was sich wohl erst mit Fluch der Karibik wieder änderte.
Gerade wegen dieser Hintergrundgeschichte ist es mir wichtig zu schreiben, warum der Film meiner Meinung nach damals unterschätzt wurde.

Worum geht es?

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Die Freibeuterin Morgan Adams (Geena Davis) muss mit ansehen, wie ihr Vater Harry von ihrem Onkel Dawg (Frank Langella) getötet wird. Das, was er sucht, findet Dawg aber nicht: den dritten Teil der Schatzkarte, die Morgans Großvater seinen drei Söhnen vermacht hat. Wo genau Harry die Schatzkarte versteckt, erwähne ich an dieser Stelle nicht, weil ich die Vorstellung unfassbar eklig finde.
Morgan macht sich mit der Karte ebenfalls auf die Suche nach dem Schatz. Unterwegs kauft sie den Betrüger William Shaw (Matthew Modine) als Sklaven, da dieser sich als Arzt ausgibt und sie annimmt, dass er die Schatzkarte, die ihrer Meinung nach auf Latein ist, übersetzen kann. Natürlich kommen sich die beiden im Laufe des Films näher. Ich mag die Kombination aus knallharter Piratin und liebenswertem Halunken einfach.
Es kommt zum actionreichen Showdown zwischen Onkel und Nichte. Wer am Ende den Schatz bekommt, sei hier nicht verraten, aber gut, es ist auch nicht schwer zu erraten.

Was macht Die Piratenbraut zu einem Schatz?

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Die Piratenbraut hat alles, was ein guter Piratenfilm braucht: eine verrückte Crew, exotische Schauplätze, epische Musik, actionreiche Kämpfe, ein bisschen Liebe, viel Humor und natürlich einen Schatz. Ein besonderes Plus ist der starke – auch wenn der deutsche Titel das zugegebenermaßen nicht vermuten lässt – weibliche Hauptcharakter. Es macht einfach Spaß, Geena Davis dabei zuzusehen, wie sie sich durch die Karibik säuft und prügelt.
Ich mag besonders die Actionszenen, da sie originell und witzig sind und ohne die heutzutage übliche übertriebene und überflüssige Brutalität auskommen.
Ein spannender Piratenfilm, der einem Fluch der Karibik – wenn überhaupt – nicht viel nachsteht.

 

Julia Jung

Julia Jung

Juju ist 25 Jahre alt und studiert den Master Text- und Kultursemiotik in Passau. Ihre Leidenschaft zum Schreiben hat sie schon im Kindesalter entdeckt. Das Einzige, was ihr mehr Spaß macht als Texte zu schreiben, ist sie auf Bühnen selbst vorzutragen.

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