Schatzkiste: White Collar

Hier seht ihr die erste Ausgabe eines neuen Formats: unsere Schatzkiste. Auf unserem Blog findet ihr des Öfteren unsere Meinung zu aktuellen Filmen und Serien, ab jetzt wollen wir euch aber auch ein paar ganz besondere Schätze vorstellen: Filme, Serien oder Bücher, die nicht mehr ganz neu oder nie besonders bekannt geworden sind, oder die schlicht und einfach unterschätzt werden. Mir fiel dazu als erstes die Serie White Collar ein.

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Wie findet man so einen Schatz?

In Deutschland ist White Collar leider kaum bekannt geworden, deshalb gehört es auch zu meinen Serien-Geheimtipps. Das erste Mal habe ich von White Collar gehört, als ich in der 10. Klasse beim Austausch in den USA war. Meine Austauschpartnerin Ariana hat mir von der Serie vorgeschwärmt und ich habe eine Folge mit ihr angeschaut. Ohne Kontext und mit dem Englisch noch etwas überfordert habe ich zwar nicht viel verstanden, fand es aber interessant. Später habe ich White Collar im deutschen Fernsehen und schließlich auf Netflix geschaut und habe mich absolut in die Serie verliebt! Also an dieser Stelle ein großes Danke an Ariana, ohne die ich wahrscheinlich nie auf diesen Schatz gestoßen wäre. 

USA Network

Worum geht es?

White Collar ist eine US-amerikanische Krimiserie, die zwischen 2009 und 2014 von USA Network ausgestrahlt wurde. Im Grunde dreht sich die ganze Serie um die Zusammenarbeit zwischen dem FBI-Agenten Peter Burke (Tim DeKay) und dem ehemaligen Schwindler, Fälscher und Dieb Neal Caffrey (Matt Bomer) – Spoiler alert: so gekonnt Neal das FBI auch unterstützt, er hat auch immer wieder Rückfälle und verfolgt kriminelle Machenschaften. In fast jeder Folge lösen Peter und Neal einen Fall zusammen, allerdings werden hier ausnahmsweise keine Mörder gefasst, sondern es handelt sich hauptsächlich um Fälle von Wirtschaftskriminalität (auf Englisch „white collar crime“, daher auch der Name der Serie). Peter und Neal jagen also Kunstfälscher, Juwelendiebe und Schmuggler genauso wie Wirtschaftsspione und korrupte Börsenmakler. Es gibt aber auch folgen- oder staffelüberspannende Handlungsbögen. Die erste Staffel beginnt etwa damit, dass Neal aus dem Gefängnis ausbricht, um seine Freundin Kate zu finden. Er scheitert zwar und kommt wieder hinter Gitter, macht jedoch dann einen Deal mit dem FBI, der zu der Zusammenarbeit mit Peter führt. Die Suche nach Kate begleitet dabei die komplette erste Staffel, Neal folgt hier und da einer Spur, auch wenn im Vordergrund der einzelnen Folgen zumeist ein FBI-Fall steht.

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Was macht White Collar zu einem Schatz?

Essentiell ist natürlich die Partnerschaft zwischen Neal und Peter, die Höhen und Tiefen hat, letztendlich aber sowohl Neals Rückfälle als auch Vertrauensbrüche von Peters Seite übersteht. Tim DeKay als Agent Peter Burke stellt den moralischen Kompass und zuverlässigen Freund sehr gut dar. Sehr schön sind auch die Szenen mit seiner Ehefrau Elizabeth (Tiffani Thiessen), die einfach durch und durch liebenswürdig ist. Eigentlich sind alle Charaktere gut gezeichnet, keiner geht einem auf die Nerven, was bei anderen Serien durchaus an der Tagesordnung ist. Im Gegenteil, man gewinnt sie alle sehr lieb.

Im Mittelpunkt steht aber eindeutig Neal, der von Matt Bomer grandios gespielt wird. Die Serie lebt von Neals Talent für Undercover-Einsätze und seinen Verbindungen zur Unterwelt – allen voran sein bester Freund Mozzie (Willie Garson), der ein Faible für Verschwörungstheorien hat und für so einige lustige Szenen sorgt. Neal ist mehr oder weniger unfehlbar – er findet sich sofort in jeder Umgebung zurecht, kann jeden von allem überzeugen, weiß Details über die unwahrscheinlichsten Dinge, knackt jedes Schloss, ist ein großartiger Maler/Bildhauer/Fälscher und sieht zu allem Überfluss auch noch umwerfend aus. Man könnte also durchaus sagen, dass White Collar auf einer Art Neal-Caffrey-Kult beruht. Aber ich verspreche euch: sobald ihr ein paar Folgen gesehen habt, werdet auch ihr zu Neal-Anhängern.

Was ich an der Serie auch sehr gerne mag, ist der lockere Ton. Ich habe generell eine Schwäche für Krimis, aber die meisten sind ja doch eher ernst. White Collar dagegen hat zwar durchaus ernste Momente, aber schon an der Musik erkennt man, dass die Serie eher fröhlich ist. Sobald White Collar läuft, bekomme ich gute Laune (und ja, ich gebe zu, Matt Bomer trägt dazu auch bei). Die Serie gehört mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingen und wenn ihr sie noch nicht kennt, solltet ihr so bald wie möglich einen Netflix-Marathon einplanen.

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Was sagen andere dazu?

Maike:
White Collar ist definitiv ein “Schatz”! Nachdem Sandra mir immer wieder von den Vorzügen der Serie im Allgemeinen und Matt Bomers im Besonderen vorgeschwärmt hat, kam ich nicht drum rum mir White Collar anzuschauen, als ich sah, dass es alle Staffeln
 auf Netflix gibt. Was soll ich sagen? Ich hätte die Serie quasi in einem Rutsch durchgeschaut, wäre ich nicht mitten in einer Folge der 5. Staffel nach Ungarn gezogen, wo die Serie ungerechterweise nicht verfügbar ist! Aber ich weiß definitiv was ich mache, wenn ich an Weihnachten wieder in Deutschland bin. 🙂

 

Sandra Kalhofer

Sandra Kalhofer

Sandra liebt Sprachen und arbeitet gerne mit Kindern, deshalb studiert sie Lehramt Gymnasium mit den Fächern Englisch und Französisch. Ihre Liebe zum Schauspielern hat sie schon in der 5. Klasse entdeckt und die hat sie auch zur KultLaute-Theatergruppe gebracht. Außerdem hat Sandra scheinbar viel zu viel Zeit, deswegen macht sie auch bei allen möglichen Gruppen und Projekten mit. Für KultLaute opfert sie aber besonders gerne ihre Freizeit.

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