7 fiktive Burger, die wir nur zu gerne einmal verspeisen würden!

Durch die Doku Supersize Me oder einen etwas weniger ruhmreichen Abend für David Hasselhoff, ist der Genuss eines Burgers mittlerweile auch ein fester Bestandteil der medialen Pop Kultur geworden. Als komödiantischer Effekt oder Brücke zwischen Wahnsinn und Menschlichkeit schafft der Einsatz des beliebten Fastfoods oft ikonische Szenen, die uns nur zu gerne im Kopf bleiben. Ich könnte sogar so weit gehen, dass jede gute Story auch Platz für die üble Absteige mit seiner genialen Bulette zwischen zwei Brötchen hat. Auch wenn viele dieser Burger gar nicht wirklich existieren. In unserem Burgermonat können wir also dieses mediale Kulturgut nicht einfach so ignorieren und präsentieren euch sieben fiktive Köstlichkeiten, die wir nur zu gerne einmal verspeisen würden.

 

Platz 7: Der weiße Ritter zu seinem weißen Schloss
Unser Platz 7 hat einen kleinen Sonderplatz, da er eigentlich nicht auf diese Liste gehört. Das liegt daran, dass der Burger tatsächlich existiert: Der viereckige White Castle ‚Slider‘. Allerdings bekam die sehr kleine Fastfood Kette durch Auftritte bei King of Queens und besonders durch Harold & Kumar einen so exklusiven Ruf, dass wir zurecht in Schimpf und Schande untergehen würden, wenn wir sie nicht wenigstens erwähnen würden.

“It’s a fucking sausage fest in here, bros. Let’s get some poontang, THEN we’ll go to White Castle.”
 – Neil Patrick Harris

 

Das besondere an der Burgerkette ist, dass Whitecastle mit nur ca. 420 Filialen nicht einmal  annähernd den Markt allein der USA als Ursprungsland erschlossen hat. Einem Whitecastle tatsächlich zu begegnen ist wirklich eine Seltenheit. Zudem gelten (zumindest unter Amerikanern) die verhältnismäßig kleinen Slider als kulinarischer Glücksgriff. Deswegen würden wir nur zu gerne einmal nach einem langen ereignisreichen Roadtrip in jene Köstlichkeit in eigenwilliger Form beissen, ohne extra dafür auswandern zu müssen.

 

Platz 6: Peace, Love and lots of Burgers!
Die 70er Jahre waren eine Zeit der Umbrüche. Während auf den Straßen gegen Kriege demonstriert wurde, die Antibabypille auf den Markt kam und der Rock’n’Roll die Clubs eroberte, verschwand der amerikanische Existenzialismus der 50er Jahre, mit seinen besonderen Autos und klassischen Kleidern, allmählich von der Bildfläche. Die Fastfood-Branche hingegen erfreute sich eines enormen Aufschwung, der auch in einer unserer Lieblingsserien Die Wilden 70er thematisiert wird. Umso schlimmer wäre es, wenn wir dann nicht einmal unseren Platz 6, den Fatso Burger, essen wollen würden.

“Welcome to Fatso Burger, how may I serve you?“ – A sad human being

 

Eric Formans erster Job als Aushilfe bei der Fastfoodkette ist geprägt von mehr Tiefschlägen als Höhenflügen. Miese Bezahlung, ein fieser Vorgesetzter und keinerlei Respekt von Kunden und Freunden. Die fettigen Burger werden nicht einmal mit Essen gleichgesetzt. Eigentlich eine perfekte Parodie der Restaurants, wie wir sie uns ehrlicherweise auch vorstellen und wo wir eigentlich nie essen sollten. Doch tun wir das aus irgendeinem Grund doch nur zu gerne und wir würden uns freuen, nach einem harten Tag bei der Arbeit Sinn und Verstand abzustellen und die Urgewalt des Fatso Burgers unsere Zungen umschmeicheln zu lassen.  

 

Platz 5: Meat and Dough-thing in Long Island
Kreativität ist in herkömmlichen Restaurants oft Mangelware und so ist neben dem Hamburger oft der geistvollste Einfall der Cheeseburger. Auch kulinarische Ausflüge und experimentelle Zusammenstellungen werden oft nur sehr zögerlich angegangen. Umso mehr muss man es also wertschätzen, wenn einmal Abwechslung unter die Massen gebracht wird, oder, wie in der Zeichentrickserie Bobs Burgers und unserem Platz 5, sogar jeden Tag. Selbstredend ist Der Burger des Tages gemeint.

“Hallo, willkommen bei Bob’s Burgers. Unser Burger des Tages ist heute der „Kinderschänder“. Der wird mit Süßigkeiten serviert.” – Louise Belcher

 

Die 2011 zum ersten mal ausgestrahlte Serie über einen leicht depressiven Familienvater, der sowohl einen unglückseligen Familienbetrieb aufrechterhalten, als auch seine drei verrückten Kinder und seine Frau im Zaum halten muss, wurde mit seinem eigenwilligen  Humor für uns schnell eine willkommene Abwechslung auch in der Serien-Landschaft. Zumal uns Bob Belchers oft zwanghafte, aber doch liebevolle Versuche, täglich Kunden anzulocken faszinieren. Nur zu gerne würden wir unsere Hände einmal im “Cheeses Is Born Burger” oder im “Gourdon Hamseys Burger” oder in einen der anderen über 150 Burger (die bereits durch die Serie bekannt sind) vergraben. Ähnlich wie Teddy würden wir einen Platz als Stammgast in seinem Lokal gebührend annehmen.

 

Platz 4: So much more than ‚just a Burger‘!
Wie gut muss ein Burger sein, damit man einen Großteil seines Lebens mit dem Versuch verbringt, die Erinnerung an den Moment, als man zum ersten Mal in die schmalzige Schmackhaftigkeit gebissen hat, um jeden Preis wiederherzustellen? In der allseits beliebten Serie How I Met your Mother will unser Platz 4 genau das und wir wollen ihn: Marshall’s Burger!  

“…that first bite—oh, what heaven that first bite is. […] This is God, speaking to us in food.“ – Marshall Eriksen

 

Zugegeben, man kann sich über Friends 2.0 sicherlich streiten, aber die Hingabe, die Marshall an den Tag legt, ist nicht nur inspirierend und bewundernswert, sondern lässt uns nur erahnen, welche Geschmäcker sich hinter dem Burger verstecken. Ist er wirklich so gut? Wird er auch auf ewig unser Leben verfolgen? Um das herauszufinden, würden wir nur zu gerne den Geschmackstest machen. Oder ist der Burger nur ein Sinnbild unserer Sehnsüchte und bereits Teil in unserem Herzen? Marshall’s Burger scheint mehr zu sein, als eine einfach Bulette zwischen zwei Brötchen.

 

Platz 3: Ein Familienrezept, trotz falscher Anweisungen
Familienrezepte sind oft der beste Grund sich doch mit der eigenen Familie zu beschäftigen. Der warme Kirschkuchen von Oma Hilde ist doch viel zu köstlich, um nicht nach der Rezept zu forschen. Hinter die geheime Zutat zu kommen, die sie in ihrem eisernen Tresor verstaut hat, kann also dein Leben bereichern. Eines der größten Familienrezepte der Film- und Seriengeschichte hütet der beliebte Springfielder Junggeselle Seymour Skinner aus den Simpsons mit unserem Platz 3: Gedämpfte Huscheln.

“Gedämpfte Huscheln, wie? Und sie nennen sie trotz allem ‘Gedämpfte Huscheln’, obwohl sie ganz eindeutig gegrillt sind?” Oberschulrat Chalmers

 

Nicht nur scheinen die Burger, die durch den eigenwilligen Dialekt  Albanys Gedämpfte Huscheln getauft wurden, durch ihre einfache Rezeptur noch Zeit und Raum für gesunde isometrische Dehnübungen zu lassen, sondern sie können auch den Vorgesetzten bei offiziellen Banketten überzeugen. Ein Burger also für Körper und Erfolg. Wenn man ganz viel Glück hat, wird man auch noch Zeuge eines der fantastischsten Naturschauspiele der Welt: Aurora Borealis. Wer wären wir, wenn wir nicht in jene saftige gedämpfte Huschlichkeit beißen wollen würden?  

 

Platz 2: Wie sieht ein guter Burger eigentlich aus?
Der Pfad der Gerechten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der in all diesem Trubel noch die Zeit und die Muse dazu findet, einen Burger zu schaffen, der sogar in den Mündern brutaler Gangster ein Feuerwerk entfacht. Hier wollen wir mit unserem Platz 2 auf nichts anderes anspielen als auf den Big Kahuna Burger der gleichnamigen Kette, aus dem Meisterwerk Pulp Fiction.

“Was futtert ihr denn da?” “Hamburger.” “Ah Hamburger! Der Grundstein eines jeden Frühstücks.”– Jules Winnfield

 

Neben den Red Apple Zigaretten hat wohl keine der von Mastermind Quentin Tarantino erfundenen Eigenmarken so viel Aufmerksamkeit erzeugt wie der Big Kahuna Burger. Nicht nur ist die Auftragsmord-Szene am frühen Morgen ein echter Hingucker, auch der hawaiianische Burger, der in dieser Szene seinen ersten Auftritt erhält, sieht unfassbar lecker aus. Die perfekte Stärkung für einen actiongeladenen Tag. Am liebsten würden wir selbst in die Rollen des Vincent Vega und des Jules Winnfield schlüpfen, um, während wir ein paar Schüsse abfeuern, in den Genuss der saftigen Präsenz dieser ikonischen Kreation zu kommen.

 

Platz 1: Wir führen hier nur Nahrungsmittel, Sir.
Unser Platz 1 ist für manche von uns ein kleines Stück Kindheit. Wir denken zurück an Momente, an denen wir von der Schule nach Hause gekommen sind, sofort unsere Sachen in die nächste Ecke geschmissen, die Hausaufgaben schlicht vergessen haben und über den Fernseher abgetaucht sind in eine Welt, die von einem ganz besonderen Burger und absolutem Blödsinn dominiert wurde. Eine Welt, die uns heute vereinzelt noch einholt und zur Wort-Für-Wort getreuen Zitation der Serie einlädt. Die Rede ist natürlich von Bikini Bottom, der Heimat von Spongebob Schwammkopf und dem Krabbenburger.

“Erst Brötchen, dann Bulette gefolgt von Ketchup, Senf, Gürkchen, extra Zwiebeln, Salat, Käse, Tomate und Brötchen in dieser Reihenfolge.” – Spongebob

 

Wie gut muss ein Burger sein, damit ein kleines Mikrolebewesen wie Plankton sein Leben dafür hergibt, einmal die Burgerformel in Händen zu halten, die hinter einem stählernen Tresor verbarrikadiert liegt? Wie gut muss ein Burger sein, damit sogar der selbsternannte Connoisseur Thaddäus Tentakel nicht von ihm ablassen kann? Der mit Liebe geschaffene Burger, der teilweise mehr Screentime aufweisen kann, als so manche Charaktere des Marvel-Universums, steht in unserer Bucketlist der zu probierenden Gerichte ganz oben und ist zu Recht unser und hoffentlich auch euer köstlicher Platz 1.

Welche Burger haben wir natürlich vergessen und wer ist eure absolute Nummer 1? Lasst es uns wissen und behaltet unseren Blog im Burgermonat Juni definitiv im Auge, wenn ihr mehr kulinarische Erfahrungen sammeln wollt!

Sebastian Meier

Sebastian Meier

Süß wie Zucker, scharf wie Pfeffer und bunt wie lauter schöne Sachen. So waren die Zutaten, aus denen der perfekte kleine Mann hergestellt werden sollte. Aber Professor Utonium fügte dem Gebräu aus Versehen noch etwas anderes hinzu: die Chemikalie X. Und so wurde Sebastian "Wastl" Meier geboren. Ein Mann, der irgendwo zwischen Lehramtsstudium, Existenzialismus und dem Theater steckt und dabei noch versucht, seinen Weg zu finden, wenn er nicht gerade vor Videospielen verzweifelt oder mit seinen treuen Gehilfen "Wrestling", "Netflix" und ""World of Warcraft" versucht, die Welt zu erobern!

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