A MARVELous Christmas!

Heute nehme ich euch auf eine Reise mit: Von der groben Skizze bis zum fertigen Bild.Was hier aussieht wie 20 Minuten, waren in echt etwa fünf Stunden über mehrere Tage verteilt, viel Kopfzerbrechen und einige Flüche. 

 

1. Die grobe Skizze

Nachdem ich hunderte von Marvel-Weihnachtsbildern auf Tumblr gesehen habe, haben mir die Werke eines Zeichners besonders gefallen: Der Zeichner Craig C Cermak II (Twitter: @craigcermak) inspiriert mich schon seit einer Ewigkeit und auch diese Zeichnung ist durch ihn und seine Werke inspiriert. Ich hatte also eine grobe Vorstellung, die ich dann auch mit groben Strichen zu Papier brachte.

 

2. Konturen entstehen 

Etwas Zeit ist vergangen und ich konnte mir mehr Gedanken dazu machen, wie das Bild letztendlich aussehen soll. Der Weihnachtsmann hält doch keine Waffe nach oben, sondern streichelt lieber den Elfen-Waschbär und der humanoide Baum ist beschmückt mit einer Lichterkette. 

 

3. Das Outlining 

Alkoholbasierende Stifte (hier: Copics) und Bleistift vertragen sich nicht besonders gut. Trotzdem zeichne ich gerne alles mit Bleistift vor. Im nächsten Schritt musste ich nun leider allen Bleistift verschwinden lassen und ihn mit einer dicken, beziehungsweise dünnen, schwarzen Linie ersetzten. Ich empfehle Faber-Castell Liner, denn diese sind besonders schwarz. Die schwarzen Liner von Staedtler sind zwar billiger, gehen dafür aber eher in einen Grauton. 

 

 

4. Eine fünfmonatige Pause 

Zwischen dem fertigen Outlining und dem Beginn von Schattierungen oder Farbe liegt bei mir ein langer Prozess. Das Bild gefällt mir so, wie es ist. Meine Angst ist nun, dass ich etwas kaputt mache, wenn ich Farben ins Spiel bringe. Deswegen mache ich eine fünfmonatige – oder zumindest eine sehr lange – Pause in der ich alles überdenke, um dann trotzdem ohne Plan mit den Farben anzufangen.

 

5. Erste Farben kommen ins Spiel 

Nun musste ich mich entscheiden. Bevor ich genug Copic-Farben hatte – die Stifte sind unglaublich teuer – habe ich nur Bilder in Graustufen gezeichnet. Das kalte Grauton – Set bekommt man vergleichsweise günstig und es ist alles, was ein Einsteiger braucht. Mir hat das Zeichnen in Graustufen auch immer viel Spaß gemacht, deswegen musste ich mich nun entscheiden, ob ich Farben nehme oder nicht. Da ich bis zu diesem Zeitpunkt leider keinerlei Brauntöne besaß, dachte ich, nehme ich diese Gelegenheit wahr, mir ein paar Töne zu kaufen. Drei verschiedene Brauntöne habe ich bestellt und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, den humanoiden Baum damit anzumalen. 

 

6. The End 

Tatsächlich ist das Bild am Ende etwas rot-lastiger geworden, als ich das wollte. Da ich jedoch nur zwei Rottöne besitze, die sich in der Praxis leider viel zu ähnlich sehen, musste ich improvisieren. Mit den verschiedenen Grautönen kenne ich mich mittlerweile ganz gut aus. Der Trick ist, verschiedene (kalte) Grautöne zu layern und dazwischen eine Schicht Rot einzubauen. Somit ergeben sich verschiedene Rottöne mit nur einem roten Stift. Mit den Warm-Grey Tönen  – demonstriert am Geschenke-Sack- kann man auch gut Braun imitieren. 

Womit zeichne ich? 

  • Alle mögliche Bleistifte (Diese Zeichnung wurde mit dem Uni-Passau Bleistift gezeichnet) 
  • Faber – Castell PITT artist Pens (in schwarz) 
  • Alkoholbasierte Marker – Ich benutze Copic Ciaos
  • Papier: Perfect Colouring Paper (Das Papier ist besonders wichtig – Hier nicht sparen!)

Ich bin nur ein Amateur und zeichne viel zu wenig, als dass ich wirklich Ahnung von etwas hätte. Meine Empfehlungen und Tipps sind also komplett subjektiv und ohne Garantie. Eins ist mir wichtig: Habt einfach Spaß beim Zeichnen. Oftmals bin ich viel zu perfektionistisch und zeichne monatelang gar nicht, weil mir ein Bild nicht gefällt. Auch ich muss lernen zu lernen, Fehler zu machen und diese dann zu verbessern. 
Ich hoffe der kleine Beitrag inspiriert euch dazu, im neuen Jahr wieder mehr zu zeichnen.
Übrigens, auch als Last-Minute Weihnachtsgeschenk macht ihr mit einem selbst-gezeichneten Bild nichts falsch!

Hannah Madlener

Hannah Madlener

Aus dem schönen Schwoabaländle kam die Hannah nach Passau um irgendwas mit Medien zu studieren. In ihrer Freizeit schaut sie zu viele Serien und Filme, liest am liebsten alte Bücher und spielt leidenschaftlich gern Theater und Ukulele. Außerdem befasst sie sich hingebungsvoll mit Comics und versucht diese auch selbst zu zeichnen.

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1 Antwort

  1. Avatar Anika sagt:

    Freue mich schon auf mein Bild!

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