Ein Gedicht zwischendurch…

Damit die Lyrik nicht zu kurz kommt, hier mal ein Gedicht aus eigener Feder.

 

Oberon V
(Jakob Kelsch)

Es senkt sich zarte Bläue,
zum fernen Horizont,
und in mir fragt‘s aufs Neue,
wer in der Ferne wohnt.

So tret‘ ich leicht, fast schwebend,
durch Tau und Rosenduft,
es scheint als ob sanft bebend,
mich eine Stimme ruft.

Sie klingt aus rotem Schimmer,
aus schwarz benetztem Wald,
sie ruft nach mir schon immer,
ich will ihr folgen – bald.

Werd‘ ferne Orte sehen,
die meinem Herz stets nah,
und werd vielleicht verstehen,
was meine Seele sah.

 

 

 

 

 

Jakob Kelsch

Jakob Kelsch

Eines schicksalhaften Tages hat Jakob festgestellt, dass er wohl in absehbarer Zeit kein großer Künstler werden wird (natürlich nur, weil die Welt noch nicht bereit für sein unglaubliches Talent ist). Obwohl er weiterhin ab und an auf der Theaterbühne dilettiert, hat er also kurzerhand entschlossen, einfach über Kunst zu schreiben und zu sprechen, anstatt selbst welche zu machen. Denn auch solche Leute muss es geben. In Vorbereitung auf seine glanzvolle Karriere als scharfsinnigster Literatur- und Filmkritiker Deutschlands hat er seine Masterarbeit über „Familienmodelle in der popkulturellen amerikanischen Zeichentrick-Sitcom“ abgefasst und promoviert mittlerweile über "Familiäre Räume und Familienmodelle in der zeitgenössischen Online-Serie".

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