EXTRABLATT!!! The Kult Chronicle – Ausgabe 2

Genau wie bei unseren Aufführungen von Sherlock Holmes  im Wintersemester 2018/19 gab es auch zu Dr. Jekyll & Mrs. Hyde  wieder eine Ausgabe unserer viktorianischen Hauszeitung mit allerlei Artikeln, die die Sicht auf das Stück noch ein wenig erweitern. Hier gibt es einen Auszug aus Sandras Artikel über die Leere, die man nach Beendigung einer guten Geschichte in sich spürt…

 

Und was jetzt?!

Dieses Gefühl der Leere, wenn man ein richtig gutes Buch gelesen oder einen richtig guten Film gesehen hat und dann ist es einfach vorbei… Wenn es euch nach der Aufführung von Dr. Jekyll & Mrs. Hyde jetzt auch so geht, findet ihr hier ein paar Empfehlungen für Bücher, Serien und Filme, die diese innere Leere füllen könnten, sodass ihr weiter im viktorianischen Feeling schwelgen könnt.

Classic!

Wenn euch unser Stück gefallen hat, bietet es sich an, die Grundlage, nämlich die Novelle Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde von Robert Louis Stevenson zu lesen (Spoiler: es gibt dort deutlich mehr Männer). Durch die Andeutungen und die gelungenen Beschreibungen entsteht ein wirklich beklemmendes Gefühl, ein subtiler Horror. Ein weiterer absoluter Klassiker der Horrorliteratur ist natürlich Bram Stokers Dracula. Wenige literarische Figuren haben solche Konventionen geprägt (in diesem Fall für Vampire) und sind in einem solchen Maße in die Popkultur übergegangen wie Graf Dracula. Obwohl jeder diesen Namen kennt, haben erstaunlich wenige tatsächlich Stokers Roman gelesen. Falls euch der viktorianische Erzählstil aber nicht so liegt, sind auch die zahlreichen Film-, Serien-, Comic- oder sogar Ballettadaptionen eine Option. Der zweite große Archetypus des Horrorgenres ist neben Dracula Mary Shelleys Schauerroman Frankenstein. Sie ist die einzige weibliche Autorin unter den vorgestellten Klassikern, allein deshalb sollte man Frankenstein lesen. Bis heute sind die Menschen besessen von der Idee, selbst Leben zu erzeugen, aber ganz besonders die Frage, wer in dieser Geschichte wirklich das Monster ist, hat auch KultLaute so fasziniert, dass wir 2015 Frankenstein als Theaterstück aufführten (übrigens das erste Open-Air-Theaterstück an der Uni). Falls ihr jemals die Gelegenheit habt, solltet ihr euch auch unbedingt die Aufnahme der großartigen Frankenstein-Inszenierung des National Live Theatres anschauen, bei der Benedict Cumberbatch und Johnny Lee Miller abwechselnd die Rollen von Dr. Frankenstein und dem Monster spielten. Das Schauspiel ist ergreifend und nicht ohne Grund wird die Aufnahme seit 2011 immer wieder auch in Deutschland in Kinos gezeigt. Als letzten Roman will ich euch schließlich noch Das Bildnis des Dorian Gray ans Herz legen, auf den wir ja sogar in unserem Stück anspielen. Oscar Wilde übt nicht nur eine immer noch relevante Kritik an der Dekadenz der Oberschicht, sondern erzeugt auch eine äußerst unheimliche Atmosphäre mit seiner Darstellung von Dorian Grays Abstieg ins Verderben und natürlich dem Rätsel um sein Bildnis. Wenn euch Romane zu lang sind, könnt ihr euch auch Kurzgeschichten von E.A. Poe zu Gemüte führen, etwa „Der Untergang des Hauses Usher“ oder „Das verräterische Herz“. Poe ist ebenfalls ein Meister des subtilen und grotesken Horrors.

[…]

 

Bock auf mehr? Den ganzen Artikel und den Rest der Zeitung gibt es hier:
KultChronicle – Ausgabe 2

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Sebastian Ruppert

Sebastian Ruppert, Jahrgang 1988, macht viel Kultur und studiert nebenbei irgendwas mit Lehramt. Aktiv ist er als Musiker, Regisseur, Schauspieler und Bühnentechniker. Ob Musik, Theater, Filme, Bücher oder Videospiele - er interessiert sich für alle Abgründe und Höhepunkte der (Pop-)Kultur.

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