Kellnern oder Kassenjob? – Geldverdienen neben dem Studium

2019 hat gerade erst angefangen und du bist schon wieder pleite? Der lang ersehnte Urlaub oder das neue Handy sind irgendwie viel zu teuer? Nicht den Kopf in den Sand stecken – such dir einen Nebenjob!

Jobben als Student?

Na klar! Neben deinem Studium und deinen Freizeitaktivitäten hast du genug Zeit dir etwas Geld zu verdienen. Falls du unterm Semester nicht willst, stehen dir immer noch die Semesterferien offen, um zu jobben. Abgesehen vom Finanziellen schult ein Job dein Organisationstalent und dein Verantwortungsbewusstsein. Bestmöglich hat deine Arbeit sogar einen Bezug zum Studium und bringt dir damit wertvolle Erfahrung ein. In jedem Fall macht es sich gut im Lebenslauf und in deinem Geldbeutel.

Wie finde ich einen Minijob?

Achte auf Aushänge in der Uni, im Supermarkt oder an anderen Orten, an denen es schwarze Bretter gibt. Viele Betriebe hängen auch einfach Schilder ins Schaufenster, auf denen sie Jobangebote verkünden. Am besten direkt reingehen und persönlich fragen, ob die Stelle noch zu haben ist und wie man sich bewerben kann. So kann man sich dem Arbeitgeber gleich vorstellen und wichtige Fragen vorab stellen. Falls das nicht möglich ist, mit Zettel und Stift bewaffnet anrufen. Sei nicht schüchtern! Im Internet finden sich auch zahlreiche Angebote.

Welche Fragen sollte ich vorher klären?

Damit es später keine bösen Überraschungen gibt, solltest du grundlegende Dinge klären, bevor du einen Vertrag unterschreibst oder auch nur zum Probearbeiten gehst.

Als erstes solltest du nach den genauen Tätigkeiten fragen, die in deinem neuen Job anfallen. Was muss überhaupt gemacht werden, was wird allein gemacht, was im Team? Wer ist dein Vorgesetzter?

Natürlich muss die Höhe des Stundenlohnes geklärt werden, aber auch in welchem Beschäftigungsverhältnis du stehst. Bist du kurzfristig beschäftigt? Handelt es sich um einen Minijob oder einen Werksstudentenjob? Das kann über eine eventuelle Versteuerung entscheiden. Das Geld gibt es später wieder, aber nur, wenn man eine Einkommenssteuererklärung abgibt.

Wie bist du versichert, falls dir beim Arbeiten etwas passiert? Kannst du dich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen und wenn ja, willst du das?

Wie viele Arbeitsstunden werden pro Woche/Monat verlangt und wie liegen deine Arbeitszeiten? Wird Arbeit am Wochenende oder an Feiertagen fällig und wenn ja, wird sie extra vergütet?

Auch Kündigungsfristen und Urlaubstage sollten angesprochen werden.

Bitte achte unbedingt darauf, nicht ohne Vertrag zu arbeiten. Das könnte dir oder deinem Arbeitgeber eine Menge Ärger, sogar Geld- und Freiheitsstrafen, einbringen.

Zu guter Letzt ist darauf zu achten, dass alles, was abgesprochen wurde, sich auch so im Vertrag wiederfindet. Bei Unklarheiten hak lieber nochmal nach!

 

Was für Jobs gibt es überhaupt?

Puuh… Da gibt es eine echt große Auswahl. Ich fasse hier nur kurz die üblichsten Studentenjobs zusammen und erzähle ein bisschen von meinen Erfahrungen.

Arbeiten im Gastronomie-Bereich

Ob beim klassischen Kellnern in Cafés oder Restaurants, bei Servicetätigkeiten oder als Küchenhilfe – richte dich darauf ein, dass der Umgangston etwas rauer sein könnte und du zügig arbeiten musst. Auch wenn es oft stressig werden kann, musst du zu den Gästen immer höflich und zuvorkommend sein, egal wie unfreundlich sie sind. Vorm Gast darf nicht getrödelt werden und immer schön lächeln! Häufig wirst du dafür mit einem guten Trinkgeld belohnt. Auch am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten, sollte dir nichts ausmachen. Habe ich schonmal erzählt, wie ich 2016 an Silvester gekellnert habe und nachts wutschnaubend gekündigt habe? Nicht? Das ist wohl eine andere Geschichte…

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Zusammenhalt und ein gutes Arbeitsklima unter den Mitarbeitern hier besonders wichtig sind – gemeinsam packt ihr jede noch so volle Gaststube!

Arbeiten im Verkauf

Ob Supermarktkasse oder Klamottengeschäft – auch hier bist du ständig mit Kunden in Kontakt, zu denen du freundlich sein musst. Zudem solltest du keine Abneigung gegen Zahlen haben. (Naja… Selbst ich mit meiner Rechenschwäche hab das hinbekommen, solange die Kasse alles für mich ausgerechnet hat). Beachte zudem, dass häufig in Schichten oder Blöcken gearbeitet wird.

Ich fand meinen Kassenjob bei Rewe sehr entspannt und einfach. Was mir da für kuriose Einkäufer untergekommen sind! Langweilig war mir nie und zu einigen Stammkunden entwickelt man sogar ein freundschaftliches Verhältnis.

Arbeiten als Putzkraft

Mein großer Tipp: putze bei Privatpersonen! Das sind in den allermeisten Fällen recht gut verdienende, sehr freundliche Leute. Hier habe ich (bei 4 verschiedenen Stellen) ausschließlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Flexible Arbeitszeiten und Arbeit, bei der du auf dich allein gestellt bist, sind hier die Vorteile. Natürlich solltest du kein totaler Putzmuffel sein, Gründlichkeit ist hier wichtig. Es sollte dich nicht stören, den Schmutz andere Leute wegzumachen.

Arbeiten an der Uni

Du kannst beispielsweise als Tutor oder Hiwi arbeiten, Lehrstühle oder Studentenwerk sind deine Arbeitgeber.

Arbeiten mit Kindern

Ganz klassisch: Nachhilfe geben oder Babysitten. Eine super Alternative, falls du sowieso Lehrer werden möchtest oder ein Au-Pair-Jahr planst, für das du Kinderbetreuung nachweisen musst.

Saisonale Arbeit

Zeitlich begrenzte Arbeit, zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt oder in der Erntesaison. Der Vorteil: du bist an keine langen Verträge gebunden und machst schnell einiges an Geld. Der Nachteil: die Zeit der Arbeit wird vermutlich stressig und anstrengend.

Sonstiges

Eine kleine Übersicht des Rechtsrahmens für Mini- und Studentenjobs findest du hier: https://www.bbx.de/das-kleine-1×1-arbeitsrecht-studentenjobs/

Sonst noch Tipps?

Frag, falls möglich, Mitarbeiter oder ehemalige Mitarbeiter nach ihren Erfahrungen. Die können dir sagen wie die Jobrealität aussieht und Ratschläge geben. Vielleicht raten sie auch von der Stelle ab und bewahren dich vor blöden Arbeitgebern.

Übernimm dich nicht und arbeite nur so viel, wie du an Zeit wirklich aufbringen kannst, ohne dein Studium oder andere wichtige Dinge zu vernachlässigen.

Ganz wichtig: Sei ehrlich zu dir selbst, bevor du dich für einen Job entscheidest. Nimm keine Angebote an, mit denen du unzufrieden bist, sei es wegen der Tätigkeit, des Gehalts oder was auch immer.

Jetzt steht dem fröhlichen Geld dazu verdienen nichts mehr im Wege. Ich wünsche dir viel Glück bei der Jobsuche!

Anni Exner

Anni Exner

Die Anni kam für den Bachelor Kulturwirtschaft nach Passau - nur um dann zu merken, dass sie Wirtschaft langweilig findet. Jetzt studiert sie Staatswissenschaften und strebt eine Karriere als revolutionäre Politikerin an. Nebenbei spielt sie leidenschaftlich gern Theater, macht Kampfsport und unterhält ihr Umfeld mit dem "Anni-Faktor".

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.