10 Filme, die man gesehen haben muss

Mit 10 Filme, die man gesehen haben muss starten wir auf KultLaute ein neues Format, in dem wir euch unsere Alltime-Favorites an Filmen, Liedern, Städten, Essen etc. präsentieren. Dazu haben wir eine Umfrage in der KultLaute-Redaktion gemacht und recherchiert, welche Filme für unsere Redakteure absolut unentbehrlich sind und das kam dabei raus:

 

Platz 10: Matrix (1999)

Als Hacker Neo (Keanu Reeves) von dem mysteriösen Morpheus (Laurence Fishburne) erfährt, dass er nur in einer von Maschinen erschaffenen Computersimulation lebt, muss er sich zwischen der roten und der blauen Pille entscheiden: Will er weiter in seiner Traumwelt bleiben, oder will er aufwachen und gegen die Roboterherrschaft kämpfen?

Der Film, der Ende der 90er unter der Regie der Wachowskis als relativ kleiner und günstiger Science-Fiction-Streifen ins Kino kam, wurde unter anderem aufgrund seiner Optik und seiner Effekte wie dem Bullet-Time-Effekt schon bald zum absoluten Kultfilm und hat es als solcher natürlich auch auf unsere Liste geschafft. Warum, das erklärt euch Basti.

Basti: Ich hatte das Glück, Matrix damals als kleiner Junge im Kino sehen zu dürfen. Für mich erschloss sich eine komplett neue Welt an Actionfilmen mit Explosionen, Slo-Mo-Kampfszenen und Actioneinlagen mit revolutionärer Kameraführung. Wahrscheinlich hat Matrix eine Liebe für das Kino entfacht, die sich bis heute bei mir nicht gelegt hat. Gerade der erste Teil der Trilogie hat sich mit seinen philosophischen und theologischen Fragestellungen permanent in mein kleines Nerd-Herz gebrannt. Die beiden Nachfolger stellen dann diese Aspekte leider eher in den Hintergrund zugunsten von Kriegsszenarien und dem Kampf ums Überleben, aber spätestens, wenn mir „Matrix:Revolutions“ dann mit einem gekreuzigten Neo die Jesus-Metapher richtig schön ins Gesicht drückt, hab ich dieses Kribbeln wieder. Durch den zweiten Teil muss man sich leider immer etwas durchkämpfen, denn: „Reload Before The Revolution Begins“ … 😉

 

Platz 9: The Guardians of the Galaxy (2014)

Bei so vielen Marvel-Fans in der KultLaute-Redaktion darf ein Film (in unserer Liste sind es sogar zwei) aus dem MCU (Marvel Cinematic Universe) natürlich nicht fehlen. Peter Quill (Chris Pratt), der selbsternannte Star-Lord, wird als Kind vom Außerirdischen Yondu entführt und wächst bei dessen Schmugglerbande auf. Als er als Erwachsener eine geheimnisvolle Kugel stiehlt und Yondu hintergeht, um diese auf eigene Faust zu verkaufen, wird er plötzlich von allen Seiten gejagt: Yondu sinnt auf Rache, Ronan der Ankläger will die Kugel haben, um sie dem Oberbösewicht Thanos zu geben, damit dieser einen Planeten für ihn zerstört. Thanos wiederum schickt seine Tochter Gamora (Zoe Saldana) aus, um die Kugel zu beschaffen und auch die beiden Kopfgeldjäger Rocket und Groot sind hinter ihm her. Notgedrungen schließt Star-Lord sich mit Gamora, Rocket, Groot und Drax dem Zerstörer zu einer ungewöhnlichen Heldentruppe zusammen, um Ronan zu besiegen.

Der Film, bei dem James Gunn Regie führte und auch am Drehbuch mitarbeitete, war, als er erschien, vier Wochen lang auf Platz 1 der Kinocharts – länger als Marvel’s The Avengers und The Return of the First Avenger. In der Liste der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten ist Guardians of the Galaxy sogar auf Platz 85. Warum dieser Film so sehenswert ist, erfahrt ihr von Sophia.

Sophia: Ich liebe die Marvel-Reihe ja insgesamt, aber für Guardians of the Galaxy und Iron Man habe ich einen ganz besonderen Soft Spot. Lustigerweise habe ich Guardians of the Galaxy zum ersten Mal im Kino auf der Autofähre von Amsterdam nach Newcastle gesehen, was es fast ein bisschen zu einem 4D-Erlebnis gemacht hat (oder eher 3D, der Film an sich war in 2D) weil die Schiffsbewegungen super zu dem ganzen Raumschiffgefühl beigetragen haben. Aber wo auch immer man ihn sieht: dieser Film kann einfach mit einem Humor und einer Leichtigkeit aufwarten, wie es andere Actionfilme selten schaffen – und das, ohne insgesamt ins Komödiengenre abzudriften. Außerdem ist der 80er-Jahre-Soundtrack genial, und auf so ziemlich jeder Party, die ich schmeiße, wird irgendwann der Awesome Mix Vol. 1 abgespielt. Was Guardians of the Galaxy also unentbehrlich macht? Ein cooler Held mit abgefahrener, mysteriöser Backstory, eine ungewöhnliche, absolute Badass-Heldin mit ebenso mysteriöser Vergangenheit und ganz schön viel Familien-Drama, ein Baum und ein Waschbär, die beste Freunde sind, gruselige Bösewichte, geniale Musik und intergalaktische Dancebattles. What’s not to love?

 

Platz 8: Girls Club – Vorsicht bissig! (Mean Girls) (2004)

Die 16-jährige Cady (Lindsey Lohan) hat ihr bisheriges Leben mit ihren Zoologen-Eltern in Afrika verbracht und muss nun zum ersten Mal auf eine öffentliche Highschool. Regiert wird die Schule von den Plastics, einer Gruppe reicher und elitärer Mädchen, mit denen Cady sich anfreundet, um sie für ihre Freundin Janis auszuspionieren. Als sie sich jedoch in den Ex-Freund der Anführerin Regina (Rachel McAdams) verliebt, steht sie plötzlich selbst auf der Abschussliste der Plastics.

Regie führte Mark Waters, der auch Freaky Friday (2003) neu inszenierte. Der Film, der eigentlich auf einem Ratgeber über High-School-Cliquen (Queen Bees and Wannabees) von 2002 basiert, gehört zu den absoluten Klassikern der Highschool-Komödien. Was ihn so besonders macht, erzählt euch Maike.

Maike: Für mich ist Mean Girls der Teenie-Film schlechthin. Ich kann nicht sagen, wie oft ich ihn schon gesehen habe und ich finde ihn immer noch unglaublich witzig. Der Film nimmt die Cliquen-Besessenheit der (amerikanischen) Schulwelt auf eine überzogene aber gerade dadurch humorvolle Art und Weise aufs Korn. Das Resultat: Ein Film der sich bis heute großer Beliebtheit erfreut mit einer Vielzahl zitierbarer Sprüche und Szenen, die Teil der Popkultur geworden sind. Es ist Lindsay Lohan in Bestform, zusammen mit Tina Fey, Rachel McAdams, Amanda Seyfried und Amy Poehler –  ein Cast voller toller und lustiger Frauen. So fetch!

P.S. Für die Musical Fans unter euch: Das Mean Girls Musical hat einen wirklich guten Soundtrack und ist absolut hörenswert!

 

Platz 7: Iron Man (2008)

Mit Iron Man hat es noch ein weiterer Film des Marvel-Universums auf unsere Liste geschafft. Es ist der erste von bisher drei Iron Man-Filmen um den egozentrischen Multimillionär Tony Stark (Robert Downey jr.), der durch seinen selbstgebauten Anzug zum Superhelden wird. Als er auf der Rückkehr von einer Raketenpräsentation in Afghanistan von einer Rakete seines eigenen Rüstungsunternehmens Stark Industries verletzt und von Terroristen gefangengenommen wird, gelingt ihm mithilfe des Iron Man-Anzugs die Flucht. Wieder daheim versucht Stark, die Waffenproduktion seiner Firma zu stoppen, bald schon muss er jedoch feststellen, dass er größere Probleme hat als den Metallsplitter, der sich langsam zu seinem Herzen vorarbeitet.

Der Film hatte bereits einen langen Weg hinter sich, bevor er 2008 erschien. Bereits 1990 plante Universal Studios eine Verfilmung, die nie zustande kam. Später waren Nicolas Cage und Tom Cruise als Hauptdarsteller im Gespräch und Quentin Tarantino sollte zwischenzeitlich Regie führen, bevor der Film schließlich mit Robert Downey jr. als Tony Stark und Jon Favreau als Regisseur in die Kinos kam.

Basti: Mittlerweile besteht das Marvel Cinematic Universe aus 20 Filmen, unzähligen Fernsehserien, diversen One-Shots, aber oft vergisst man, das es dieser Film war, der der Beginn des bahnbrechendsten Filmuniversums der Moderne werden sollte. Robert Downey Jr. als Charmeur/Frauenheld/Arschloch (nicht unbedingt in der Reihenfolge) „Tony Stark“ trifft mit seinen flapsigen Sprüchen und seiner fragwürdigen Wandlung vom Waffenhändler zum altruistischen Gutmenschen genau ins Schwarze und bildet damit ein amüsantes Gegenstück zum ach so grummeligen „The Dark Knight“, der ebenfalls 2008 erschien. Mit Bösewicht „Obediah Stane“, gespielt vom großartigen Jeff Bridges, und „Pepper Potts“, Tonys Sekretärin, bzw. späteren Lebenspartnerin, besitzt der Film drei wirklich spannende Hauptrollen, denen man gerne beim Leiden und Lieben zusieht.

 

Platz 6: Star Wars (Episode IV bis VI) (1977 bis 1983)

Eigentlich muss man über den Inhalt von Star Wars wirklich nicht mehr viel sagen, die meisten dürften die Geschichte des Farmerjungen Luke Skywalker kennen, der zufällig durch die beiden Droiden R2-D2 und C-3PO einen Hilferuf der schönen Prinzessin Leia empfängt und sich gemeinsam mit dem ehemaligen Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi, dem Schmuggler Han Solo und dessen besten Kumpel, dem etwas haarigen Chewbacca, auf den Weg macht, um Leia zu befreien und nebenbei die Galaxie mithilfe der Macht vor der Unterdrückung durch das Imperium zu retten.

Heute ist die Trilogie fest in unserer Pop-Kultur verankert und es ist kaum vorstellbar, dass bei Erscheinen des ersten Filmes keiner so recht an dessen Erfolg glaubte. Keiner außer Drehbuchautor, Produzent und Regisseur George Lucas persönlich, der freiwillig auf seine Gage verzichtete, um sich die Merchandising-Rechte an seinen Filmen zu sichern. Eine sehr kluge Entscheidung, wie sich im Nachhinein herausstellte, da die Star Wars-Reihe heute zu den finanziell erfolgreichsten Filmprojekten aller Zeiten gehört und insgesamt mehr als 33 Oscar-Nominierungen erhielt.

Jakob: Es ist bei weitem nicht so, dass jeder einzelne Star Wars-Film ein Meisterwerk ist, selbst die großartige alte Trilogie (Episode IV, V und VI) hat eine Menge Schwächen und die restlichen Filme sowieso. Aber trotz dieser zahlreichen Schwächen schafft es Star Wars immer wieder, mich in den Bann zu ziehen. Durch die ordentliche Portion Fantasy ist es für viele Zuschauer/innen wohl einfach zugänglicher, als nüchternere und „wissenschaftlichere“ Science-Fiction. Gerade für mich, der ich immer eher der Fantasy als der Science Fiction zugeneigt war, ist Star Wars nach wie vor der absolute Genre-Favorit. Die Story – auch wenn, nach Art von Märchen, eher einfach gestrickt (inkl. der Charaktere) – reißt mich mit ihrer geballten Epik mit und lässt mich von eigenen lichtschwertschwingenden Abenteuern träumen.

 

Platz 5: The-Dark-Knight-Trilogie (2005 bis 2012)

Mit seiner Trilogie verfilmte Regisseur Christopher Nolan die bekannte Geschichte des kleinen Jungen, dessen Eltern vor der Oper erschossen werden und der als Erwachsener zu einem der düstersten Superhelden wird, neu. Christian Bale schlüpft in die Hauptrolle der Fledermaus mit der tiefen Stimme, unterstützt von Michael Caine als sein Butler Alfred.

Quellbild anzeigen

Sandra: Die The-Dark-Knight-Trilogie bietet auch nach einigen Jahren noch eine willkommene Abwechslung zu anderen Superhelden-Filmen, was natürlich unter anderem auch daran liegt, dass Batman kein standardmäßiger Superheld ist: Einerseits ist er gar nicht „super“ (sondern einfach nur stinkreich), andererseits ist er auch nicht der klassische Held, wie auch am Ende von The Dark Knight noch einmal schön klargestellt wird: „Because he’s the hero Gotham deserves, but not the one it needs right now. So we’ll hunt him. Because he can take it. Because he’s not our hero. He’s a silent guardian, a watchful protector. A dark knight.“ Überhaupt, zwar sind auch der erste und der dritte Film der Trilogie gut, aber The Dark Knight hat etwas, was die anderen zwei Filme nicht haben: Heath Ledger. Nicht umsonst wurde dieser für seine Darstellung als Joker posthum mit dem Oscar ausgezeichnet. Was die düstere, aber faszinierende Filmästhetik, die fesselnde Story, die spannenden (und erstaunlich gut gealterten) Action-Szenen und die durchwegs überzeugenden schauspielerischen Leistungen bereits zu einem guten Film machen, wird von Heath Ledger noch einmal auf ein ganz neues Level gehoben. 

 

Platz 4: Wie ein einziger Tag (The Notebook) (2004)

Der Film erzählt den Anfang und das Ende einer berührenden Liebesgeschichte. Ein alter Mann erzählt einer demenzkranken Frau die Geschichte einer großen Liebe. Es ist die Geschichte ihrer eigenen Liebe. Sie handelt davon, wie der junge und arme Noah (Ryan Gosling) die junge Allie aus gutem Haus (Rachel McAdams) kennenlernt und wie sich beide leidenschaftlich ineinander verlieben, davon, wie sie durch Allies Eltern getrennt werden und sich doch nie vergessen können. Regisseur Nick Cassavates verwebt hier geschickt Vergangenheit und Gegenwart.

Obwohl sich Ryan Gosling und Rachel McAdams am Set des Filmes nicht ausstehen konnten, gewannen sie den MTV Movie Award für den Besten Kuss … und waren von 2005 bis 2007 ein Paar.

Juju: Man kann von Nicholas Sparks halten was man will, aber ich finde, es gibt diese eine Verfilmung, die man gesehen haben muss. Es ist die schönste Liebesgeschichte, die ich je in einem Film gesehen habe und wer am Ende nicht heulend vor dem Fernseher sitzt, ist selbst Schuld.
Der Film enthält alles, was ein guter Liebesfilm braucht: Drama, Komik, Gefühle, die eine ewige große Liebe, die alle Hindernisse überwindet, eine der schönsten Liebeserklärungen am Ende des Films, tolle Charaktere und Ryan Gosling, was will man mehr?

 

Platz 3: Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt (Scott Pilgrim vs. the World) (2010)

In der Geschichte des Films gibt es wohl wenige Filme, die so herrlich skurril sind wie Scott Pilgrim. Dass der Film ursprünglich ein Comic war, sieht man ihm deutlich an, immer wieder finden sich Elemente aus diesem Medium im Film. Es ist durchaus ein Film, der polarisiert. Quentin Tarantino fand ihn angeblich gut, von vielen Seiten bekam der Film aber auch negative Kritik und spielte nicht einmal seine eigenen Produktionskosten ein. Warum man Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt trotzdem anschauen sollte, erklärt euch Leska. 

Leska: „Not so long ago… In the mysterious land of Toronto, Canada… Scott Pilgrim was dating a high schooler.“

Doch dann lernt Scott die mysteriöse Amerikanerin Ramona Flowers kennen und verliebt sich in sie. Bald stellt sich heraus, dass er, um sie zu daten, zunächst ihre Evil Exes im Kampf besiegen muss. Gleichzeitig tritt er mit seiner Band Sex Bob-omb noch im Battle of the Bands an, wo auf den Gewinner ein exklusiver Vertrag mit einem der größten Produzenten und ein Auftritt in dessen Chaos Theatre warten. Wird er seine Ziele erreichen? Kann Scott sich wirklich eine Zukunft mit Ramona vorstellen („mit Jetpacks?“)? Und warum heißt Pacman nicht Puckman? Die Charaktere, die Dialoge, die popkulturellen Referenzen, die Action- und Kampfszenen, die Musik (Beck, Metric, T. Rex…), das alles macht Edgar Wrights Film, der auf der gleichnamigen Graphic Novel basiert, zu einem mehr als sehenswerten Erlebnis. Abgerundet wird das Ganze durch einen erstklassigen Cast (Brie Larson, Chris Evans, Jason Schwartzman, Aubrey Plaza, Anna Kendrick in Nebenrollen!) und die für Wright typischen Fast Cuts, die zur Kurzweiligkeit beitragen. Liebe, Action, Musik und Nerdkram … Unbedingt anschauen!

„We’re Sex Bob-ombs and we are here to watch Scott Pilgrim kick your teeth in!!!“

 

Platz 2: Blues Brothers (1980)

Die Geschichte handelt von Jake Blues (John Belushi), der sich, gerade aus dem Gefängnis entlassen, „im Auftrag Gottes“ mit seinem Bruder Elwood (Dan Aykroyd) auf den Weg macht, um seine alte Band wieder zusammenzubringen, damit sie Geld für die Rettung ihres alten Waisenhauses auftreiben können.

Blues Brothers gehört zu den wohl kultigsten Kultfilmen aller Zeiten und wartet gleich mit einer ganzen Reihe bekannter Schauspieler und Musiker in Gastauftritten auf. Aretha Franklin, Ray Charles, John Lee Hooker, Carrie Fischer und Steven Spielberg … um nur ein paar von ihnen zu nennen. Am Set des Filmes gab es einen sehr hohen Verschleiß an Autos (7 der 13 extra für den Film angefertigten Polizeifahrzeuge wurden bei den Drehs zerstört) und Drogen (John Belushi durfte vor der Szene, in der er seine Sonnenbrille abnimmt, sechs Tage lang weder rauchen, noch Alkohol oder Drogen zu sich nehmen, damit in der Einstellung keine Suchtanzeichen zu sehen waren).

Andi: Einen solchen Film wird es leider nie wieder geben. Nicht nur, weil viele der Schauspielenden mittlerweile leider gestorben sind (erst vor kurzem die geniale Aretha Franklin) sondern auch, weil es einfach nicht mehr möglich sein wird, so viele bedeutende und talentierte Musiker aufzutreiben und so passend und authentisch in Szene zu setzen. James Brown schwingt als Gospel-Pfarrer das Tanzbein, Ray Charles verkauft Keyboards, Cab Calloway liefert als gealterter Entertainer mit „Minnie the Moocher“ einen der besten Momente der Musikgeschichte und Aretha Franklin liest bzw. singt als Soulfood-Imbissbesitzerin ihrem Mann Matt “Guitar” Murphy die Leviten. Und ganz nebenbei beschenkt uns der Film mit diversen genialen und ikonischen Zitaten („We’re on a mission from God“), und Songs („Rawhide“ „Gimme some lovin“ „Jailhouse Rock“). Auch legt er eine „F*** the Cops“ Mentalität an den Tag, inklusive Auto-Verfolgungsjagden, die Fast&Furios immer noch wie einen Hobby-Film aussehen lassen. Ein geniales Meisterwerk, das nie wieder aus der Film- und Musikgeschichte verschwinden wird.

 

Platz 1: Herr der Ringe (2001 bis 2003)

Es ist der Fantasyklassiker schlechthin, in dem sich der Hobbit Frodo mit seinen Freunden auf den Weg macht, um einen gefährlichen goldenen Ring zum Orodruin, dem Schicksalsberg, zu bringen und zu zerstören.

Mit seinen Büchern schuf J.R.R. Tolkien 1954 eine eigene Welt mit unvergessenen Figuren. Erst beinahe 50 Jahre später wagte sich Peter Jackson an die Verfilmung dieser Werke, die bis dahin als unverfilmbar galten. Dass sich dieses Wagnis gelohnt hat, beweist der erste Platz auf unserer Liste und Sandra erklärt euch, warum diese Filme für uns so wichtig sind.

Sandra: Die Herr-der-Ringe-Trilogie lässt sich am besten in einem Wort beschreiben: episch. Natürlich lässt sich ein Großteil davon auf die Buchvorlage zurückführen, aber Herr der Ringe bietet einfach so viel: Abenteuer und Romantik, eine vielschichtige und detailreiche Story, ein komplexes Universum, wundervolle Charaktere, die von den „normalen“ Hobbits bis zum geborenen Helden Aragorn reichen und vom Cast glaubwürdig verkörpert werden, witzige Wortgefechte und epische Schlachten – und das alles in überragenden Bildern. Falls ihr mal die Gelegenheit habt, die Filme im Kino zu sehen, nutzt sie: Die Filme sind auf der Leinwand noch viel beeindruckender. So kommen die herrlichen Landschaftsaufnahmen besser zur Geltung und die Schlachten wirken gleich noch ein bisschen epischer. Obwohl die Trilogie mittlerweile schon über 15 Jahre alt ist, ist das kaum spürbar und die liebevolle und detailreiche Ausstattung beziehungsweise Maske lassen viele aktuelle Filme sogar alt wirken und stellen die allumfassende Nutzung von CGI etwas infrage. Ein letztes großes Lob will ich noch an die Filmmusik aussprechen, die Herr der Ringe meiner Ansicht nach perfektioniert. „The Breaking of the Fellowship“ ist sogar mein meistgespielter Song auf Spotify.

Das waren sie, unsere 10 absoluten Filmhighlights. Welche Filme sind für euch unentbehrlich? Welcher Film gehört eurer Meinung nach noch unbedingt auf die Liste? Schreibt es uns in die Kommentare.

Julia Jung

Julia Jung

Juju ist 25 Jahre alt und studiert den Master Text- und Kultursemiotik in Passau. Ihre Leidenschaft zum Schreiben hat sie schon im Kindesalter entdeckt. Das Einzige, was ihr mehr Spaß macht als Texte zu schreiben, ist sie auf Bühnen selbst vorzutragen.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.