Passaus schönste Orte zum Entspannen

Der Sommer naht in Passau! Das bedeutet nicht nur, dass die Tage länger werden und Klausuren unaufhaltbar näher rücken, sondern auch, dass man die Nachmittage und frühen Abende wunderbar draußen verbringen kann und daher tausende von Studenten auf die Innwiese, ausgerüstet mit Aldigrillen und Bierpongtischen strömen. Und obwohl die Innwiese an der Uni sicher einer der geselligsten Orte ist, um dort eine der wunderbaren Passauer Sommernächte zu verbringen, gibt es doch noch ein paar schönere und vielleicht auch ruhigere Plätze, um gemeinsam mit seinen Freunden in Ruhe ein Bier (Empfehlungen findet ihr hier) zu trinken oder einfach nur zu entspannen. Ein paar meiner persönlichen Lieblingsorte stelle ich euch hier vor:

 

Kirchplatz-Mauer

Beginnen möchte ich gleich mit meiner Lieblingsstelle. Zugegeben hat der Kirchplatz vor der St. Severinskirche in der Innstadt einen gewissen Vorteil, da er direkt vor meiner Haustür liegt, dennoch ist diese Wahl durchaus begründet.

Direkt neben der Marienbrücke bietet der Kirchplatz Blick auf den Dom, die Feste und die Innpromenade. Die Mauer ist die ideale Sitzgelegenheit und außerdem noch breit genug, um Getränke oder Snacks darauf abzustellen. Und keine Sorge, runtergefallen ist noch nie jemand, obwohl der Besitzer des Gartens darunter wohl sicher schon die ein oder andere dort hinuntergeworfene Bierflasche aus seinen Büschen sammeln musste (macht das nicht!). Auch die ominöse Statue eines umgedrehten Streichholzes befindet sich auf dieser Mauer. Früher stand diese auf der anderen Seite des Inns an der Mauer des Leopoldinumgymnasiums. Obwohl ich schon mein ganzes Leben im Landkreis Passau wohne, habe ich noch nie jemanden getroffen, der genau weiß, was es mit diesem Kunstwerk auf sich hat oder warum es umgestellt wurde. Trefft euch doch einmal dort mit eurem Lieblingsmenschen und spekuliert selbst!

 

 

 

Oberhaus

Zugegen, das Oberhaus ist nicht wirklich ein Geheimtipp, wunderschön ist es aber dennoch. Der doch etwas längere und anstrengende Fußweg dort hinauf hilft vermutlich sogar, die Magie dieses Ortes zu bewahren, da man dann doch eher selten den Berg hochgeht. Habt ihr das übrigens vor, würde ich euch den Weg über die in den Berg gebauten Treppen empfehlen. Zugegebenermaßen ist dieser Trip etwas anstrengender als der Gehweg an den Serpentinen entlang, aber der Blick und das mittelalterliche Flair zwischen den Wäldern und alten Burgelementen sind einfach super. Oben angekommen gilt es, einen Blick über ganz Passau zu genießen. Hierzu habt ihr auch einige Möglichkeiten. Naheliegend ist das Wirtshaus direkt an der Feste. Als einer meiner besten Freunde vor einem Jahr dort seine Hochzeit gefeiert hat, habe ich mich oft dabei ertappt, dass ich minutenlang an der Aussichtsterrasse stand und mir die Stadt angesehen habe, und das, obwohl ich alles schon so gut kenne. Wie es für jemanden sein muss, der neu in Passau ist, kann ich mir gar nicht vorstellen. Wer kein Geld ausgeben möchte, kann sich auch zu einer der diversen Aussichtsplattformen begeben oder sich auf eigene Faust einen Platz in der natürlichen Umgebung suchen, um sich Passau mal von etwas weiter oben anzusehen.

 

Foto: Cornelia Heckel

 

Ortsspitze

Von einem der höchsten Punkte Passau zu einem, der direkt auf Wasserhöhe liegt: Die Ortsspitze ist wohl Passaus beliebtestes Fotomotiv. Fast jeder kennt die typische Bootsform der Passauer Innenstadt, deren Bug hier auf die drei Flüsse trifft, denen Passau den Spitznamen „Bayerisches Venedig“ verdankt. Flüsse übten auf mich schon immer eine starke Faszination aus und nirgendswo anders erlebt man diese Faszination so stark wie direkt an der Front der Ortsspitze.  Man sitzt direkt am Wasser, kehrt der Stadt wortwörtlich den Rücken zu und lässt sich von den Passauer Flüssen und den umliegenden Bergen und Wäldern umarmen. Die Passauer Stadt hat diesen Ort mit wirklich vielen Bänken, einer öffentlichen Toilette und einem Spielplatz ausgestattet, der immer noch zu einem meiner liebsten zählt. Einem schönen Nachmittag am Fluss steht also nichts mehr im Weg. Zugegebenermaßen wird es abends oft doch etwas klamm und vor allem am Wochenende ist die Ortsspitze voller Touristen und Rentner, daher bietet mein nächster Ort eine wunderbare Alternative, sollte es euch hier einmal zu voll sein.

Foto: Cornelia Heckel

 

Innufer

Dass dieser Ort nicht wirklich bekannt oder beliebt ist, sollte sich schon am sehr unspezifischen Namen erschließen. Geht man am Innufer auf der Innstadt-Seite in Richtung Österreich, findet man relativ bald diesen Abschnitt. Wie zuvor auch mag ich diesen Platz vor allem wegen der Möglichkeit, direkt am Fluss zu sitzen. Während es an der Ortsspitze gebaute Sitzgelegenheiten gibt und die Umgebung gut gepflegt ist, sitzt man hier direkt an der Uferböschung mitten in der relativ unberührten Natur. Aber nicht nur mir gefällt dieser Ort, ganz KultLaute mag diesen Platz so sehr, dass wir dort mal gepicknickt haben. Etwas weiter weg von der (zugegebenermaßen immer noch ziemlich gemütlichen) Hektik der Stadt kann man hier perfekt allen Menschen, die man gerade nicht um sich haben möchte, entkommen, nur der gelegentliche Spaziergänger stört einen. Wem das immer noch zu viel ist, dem möchte ich meinen letzten Tipp ans Herz legen.

 

Maria-Hilf-Aussichtspunkt

Direkt gegenüber der Veste Oberhaus liegt Maria Hilf, ein großer Kirchenkomplex mit Wallfahrtskirche, Garten und vielem mehr. Schon des Öfteren habe ich den doch eher anstrengenden Fußmarsch den Berg hoch auf mich genommen. Jedes Mal aber, wenn ich dort war, dauerte der Weg den Berg hinunter noch länger, da es für mich unmöglich ist, nicht noch kurz die eine Bank neben der Wallfahrtskirche zu besuchen. Tatsächlich nur von diesem Parkplatz aus zu erreichen und nicht von der Kirche, wie man zuerst annehmen würde, führt ein kleiner Weg zu diesem Kleinod. Direkt am Abgrund steht eine klassische alte Holzbank, von der aus man, ähnlich wie beim Oberhaus, ganz Passau überblickt. Anders als beim Oberhaus befindet man sich aber hier direkt in der Natur. Der Platz ist von drei Seiten komplett mit Bäumen umschlossen, komplett frei, nichts außer Wiese, Bäume und diese eine Bank. Vor allem in den Abendstunden, wenn die Sonne untergeht und in der Stadt unter einem die Lichter angehen, ist dieser Ort magisch. Ganz bewusst findet ihr deswegen hier auch kein Foto (und nicht etwa, weil ich zu faul war, den Berg hochzustapfen): um euch diese Magie nicht vorwegzunehmen. Schnappt euch eine Begleitung, euer Lieblingsgetränk und wandert dorthin. Es wird sich lohnen!

Andreas

Andreas

Andi einen Text über sich selbst schreiben zu lassen, ist vermutlich nicht die beste Idee. Er würde nämlich nur erwähnen, wie toll, gutaussehend, schlau, höflich, verlässlich, kinderlieb und bescheiden er ist. Ist Andi nicht mit dem Schreiben von Texten, die nur er wirklich witzig findet, beschäftigt, geht er vermutlich einem seiner diversen Nerdhobbys nach: Entweder schiebt er kleine, selbstbemalte Zinnfiguren hin und her, beschäftigt sich mit vollkommen überteuerten Papprechtecken, auch bekannt als Magic, oder spielt absurd lange Brettspiele.

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