Top 10: Unsere liebsten Brett- und Kartenspiele

Viele von uns haben schon so einige spaßige Spieleabende verbracht. Deshalb wollten wir euch unsere 10 liebsten Brett- und Kartenspiele ebenfalls nicht vorenthalten.:

 

Platz 10: Magic the Gathering

Wastl: “Teach your children how to play Magic. They won’t have money for drugs.”

Das Sammelkartenspiel Magic ist eines meiner liebsten Spiele, in denen ich eine absolute Pfeife bin. Während andere im Megahit von Wizards of the Coast von 1993 Decks zusammenstellen, die wie Maschinen funktionieren und mächtigste Kartenkombination zusammenstellen, bleibt für mich oft nur übrig, herauszufinden, welche Karte die “coolere” ist. Und auch wenn ich in diesem Spiel wirklich katastrophal schlecht bin, macht es ebenso unfassbar viel Spaß. Ich liebe Spiele in denen du deinem eigenen Einfallsreichtum freien Lauf lassen kannst und auf ein gewaltiges Sortiment zurückgreifen kannst, das sich alle paar Monate um ein vielfaches erweitert. Wann können Katzen schon mal gegen Dinos kämpfen? Oder Geister und Piraten zusammen gegen Wesen aus der ägyptischen Mythologie Seite an Seite kämpfen? Magic ist ein Spiel, in dem der Charme von kurzen Sammelkartenspielen, die Komplexität von Physikformeln und die Kreativität von Van Gogh in einem Medium zusammenkommen.  

 

 

Platz 9: Activity

  

Sandra: Activity ist ein absolutes Standardspiel für Spieleabende, das macht es aber nicht schlechter. Obwohl ich über Andi mittlerweile auch in ein paar komplexere Brettspiele gerutscht bin, liebe ich Activity immer noch. Die Mechanik kennt wahrscheinlich ohnehin jeder: Man spielt in Teams und muss versuchen, bestimmte Wörter zu erraten. Dabei muss ein Teammitglied das entsprechende Wort erklären, zeichnen oder pantomimisch darstellen. Das Spiel ist gleichzeitig kooperativ und kompetitiv und vor allem ist es wahnsinnig lustig. Besonders bei den Pantomime-Darstellungen habe ich mich schon des Öfteren fast totgelacht. Und es gibt kein besseres Gefühl als den Rausch, wenn man einen Lauf hat und das eigene Team ein Wort nach dem anderen richtig errät. Das ist nämlich ebenfalls eine wichtige Komponente: je besser man sein Team kennt, desto erfolgreicher ist man in der Regel. Activity ist extrem lustig und nicht zu kompliziert und damit auch geeignet für kurze Spieleabende oder Brettspielanfänger.

 

 

Platz 8: Munchkin

Jakob: Munchkin ist ein absoluter Klassiker, der mich seit über 10 Jahren begleitet und den ich bereits in Schulpausen gespielt habe. Das Spiel greift tief in die Pen-&-Paper- und Fantasy-Klischeekiste: Die Spieler „erkunden“ jeder für sich einen Dungeon, also ein düsteres Verlies voller Monster. Es gilt, Türen einzutreten, Monster zu erschlagen und Schätze zu sammeln. Dabei sammelt man nicht nur allerlei neue Waffen, Rüstungen und so weiter, sondern auch so manchen Zauberspruch, Fluch oder nützlichen Gegenstand. Wenn man etwas Glück hat, findet man auch eine Rasse und Klasse und kann so – mit besonderen Vor- und Nachteilen – als Elfen-Dieb, Zwergen-Magier oder Gnomen-Barde seinen Weg fortsetzen. Sowohl Gegenstände, Monster, als auch alles andere sind dabei witzige und verzerrte Versionen bekannter Motive. Mann prügelt sich mit Werhamstern, Topfpflanzen oder legt auch mal ein paar Nazis um (jedes Spiel ist besser, wenn man Nazis umlegen kann!). Ziel des Spiels ist es dabei, als erster Stufe 10 zu erreichen. Dabei kollaboriert man mit anderen Spielern und hindert sie gleichzeitig am Aufstieg – Allianzen werden geknüpft und wieder gebrochen, kein Trick ist auf dem Weg zum Ziel mies genug und hey: Wenn keiner merkt, dass du gerade krass schummelst, ist das auch okay. Munchkin ist ein ungeheuer witziges und spannendes Spiel, bei dem allzu oft hitzige Diskussionen entbrennen, z.B. darüber, ob dieser bekiffte Golem jetzt als untot zählt oder nicht (TUT ER NICHT, VERDAMMT NOCHMAL!). Mittlerweile gibt es auch einen Haufen Erweiterungen, die z.B. Zombies, Vampire, Werwölfe oder Superhelden der Welt hinzufügten. Auf jeden Fall absolut spielenswert… Hey, ich sehe doch, dass du da sieben Karten auf der Hand hast und dieser Bogen ist nur von Elfen nutzbar! Schummelst du etwa?

 

 

Platz 7: Betrayal at House on the Hill

Jakob: Betrayal at House on the Hill ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele. Das Szenario ist aus zahlreichen Horror- und Gruselfilmen allzu bekannt: Drei bis sechs ganz gewöhnliche Menschen bleiben mit einem Bus oder Auto mitten in einem Gewitter liegen. Der einzige Rückzugsort ist das seltsame, alte Haus auf dem nahen Hügel – vielleicht bekommt man dort Hilfe. Also wagt man sich zitternd über die knarzende Schwelle und…krachend schließt sich Türe und man kommt nicht mehr heraus. Alles was jetzt noch übrig bleibt, ist, das Haus zu erkunden. Die Charaktere entsprechen dabei bekannten Klischees, z.B. der kräftige Quaterback, die hübsche Cheerleaderin, das niedliche kleine Mädchen, der schusselige Professor oder der  glaubensfeste Priester. Jede/r hat andere Stärken und Schwächen, was die vier Grundeigenschaften „Speed“, „Might“, „Sanity“ und „Knowledge“ angeht. Gemeinsam erkundet man das alte Gemäuer, wobei man Karte für Karte anlegt und somit ein zufälliges Haus generiert. Man stößt auf seltsame Spukerscheinungen, sammelt nützliche Gegenstände etc. Früher oder später löst dann ein besonderes Ereignis den Spuk aus und das eigentliche Spiel geht los: Eine/r der Spieler/innen wird zum/zur Verräter/in und verfolgt sein/ihr eigenes Ziel, die anderen Spieler/innen müssen ihn/sie auf eine ganz bestimmte Weise aufhalten. Das Besondere dabei ist, dass es eine große Zahl unterschiedlicher Spuk-Szenarien gibt, die das Spiel ganz individuell gestalten. So kann man immer wieder spielen, ohne dass es jemals langweilig wird. Betrayal at House on the Hill ist ein ungeheuer spannendes und unterhaltsames Spiel mit großem Widerspielwert, in dem vor allem Horror-Fans so manche Referenz erkennen, an dem aber auch alle anderen ihren Spaß haben werden.

 

 

Platz 6: Siedler von Catan

Anni: Siedler von Catan ist ein echter Klassiker. Man muss Rohstoffe sammeln, um Straßen, Siedlungen, Städte und Schiffe zu bauen. Zugegebenermaßen hängt der Erfolg hier von 2 Faktoren ab: Wie leicht man an Rohstoffe kommt und wie gut man sie handeln kann. Wer von Anfang an schlecht steht, hat meistens kaum eine Chance zu gewinnen. Obwohl ich dieses Spiel nicht besonders oft gewinne, macht es mir Spaß. So, und jetzt biete ich ein Erz gegen 2 Holz, wer ist dabei?

 

Platz 5: Mansions of Madness

Andi: Wenn ihr auf Pen&Paper steht, ist Mansions of Madness (kurz MoM) perfekt für euch. Wenn ihr Pen&Paper nicht mögt… ist Mansions auch ideal für euch. Kein anderen Brettspiel, das ich kenne (und ich kenne sehr viele) schafft es so gut, alle Kategorien an Brettspielliebhabern anzusprechen. In einer genialen Kombination aus App,die die Funktion des Erzählers und Spielleiters übernimmt, und physischem Brettspiel versuchen bis zu 5  Ermittler in klassischer Lovecraft-Manier einen Kult auszulöschen, ein dunkles Ritual aufzuhalten, aus einer von Fischhybriden verseuchten Stadt auszubrechen oder oder oder… Wer sich gerne in Rollenspiele versetzt, kann sich aus den schier unendlichen Charakteren einen herauspicken und diesen zum Leben erwecken. Wer bei seinen Spielen vor allem Style und Atmosphäre liebt, kann sich vom Soundtrack und den Voice-Overs der App, den qualitativ extrem hochwertigen Artworks und den detailverliebten Miniaturen verzaubern lassen. Legt ihr Wert auf komplexes und vielschichtiges Storytelling? Keine Sorge, die App stellt sicher, dass ihr an vielen Stellen der Handlung signifikante Entscheidungen treffen müsst, die den kompletten weiteren Verlauf der Story beeinflussen. Seid ihr neu im ganzen Feld der Brettspiele? Das Spiel ist auf 10 Minuten erklärt, hat ziemlich einfache Mechaniken und ist aufgrund der Tatsache, dass man gemeinsam ein Ziel erreichen möchte, hervorragend für eine Heranführung an komplexe Boardgames geeignet. Einfach ein Szenario  mit Schwierigkeit 1 und Dauer 90 Minuten wählen und auf ins Abenteuer. Ihr seid eher der Powergamer? Dann wählt euch aus den aktuell 22(!) Geschichten, die vom klassischen Murder Mystery bis hin zur Zombieapokalypse reichen, eines mit Schwierigkeitsgrad 5 und Dauer 5 Stunden (realistisch dann eher 8) und lasst euch von Cthulhu richtig eins auf die Mütze geben. Gebt Mansions eine Chance, ihr werdet es lieben!

 

Platz 4:Carcassonne

Wastl: Wer schonmal das Haus der Familie Meier betreten hat, wird feststellen, dass dieses Spiel einen unvergleichlichen Stellenwert hat. Neben dem Grundspiel finden sich 10 Erweiterungen, Jubiläumseditionen und nochmal dreimal das Grundspiel. Es sind mittlerweile so viele Spielkarten, dass ein 3 m³ Tisch nicht mehr ausreicht, alles perfekt unterzubringen. Carcassonne ist Krieg. Und das zurecht! Kein anderes Spiel, lässt einen seine Kreativität so sehr ausleben, wie das Spiel des Jahres von 2001. Eine riesige Burg mit 4 Kathedralen, einen Fluss der daneben fließt und einen Drachen, der alle paar Runden vorbeischaut? Sieg als Reiseexperte durch eine lange Straße mit vielen Wirtshäusern? Ein Ressourcenmogul werden? Oder doch vielleicht für die Kirche kämpfen? Alles kein Problem! Es gibt X Möglichkeiten dieses Spiel zu spielen und ganusoviele Möglichkeiten, zu gewinnen. Niemand weiß genau, wer siegen wird, bis die letzte Karte gezogen und angelegt wurde. Das macht den Charme des Spiels noch größer und jeden Spieleabend zu einer spannenden Zitterpartie. Seit nun fast 20 Jahren begeistert mich das Spiel aus dem Hause Hans und Glück so sehr, dass es eine Frechheit wäre, es hier nicht zu erwähnen! Also los! Erobert die werte (und nebenbei bemerkt wunderschöne) Burg Carcasonne. 

 

 

Platz 3: Risiko

Anni: Du gibst gern den Ton an? Du vernichtest gern andere Leute? Weltherrschaft klingt verlockend für dich?
Dann ist Risiko dein Lieblingsspiel! Mit strategischem Denken möglichst viele Länder erobern und andere Armeen besiegen, zeitweise Bündnisse eingehen, aber am Ende doch alleine gewinnen. Über kaum ein Spiel (außer Mensch ärgere dich nicht) habe ich mich so aufgeregt, trotzdem macht es mir immer wieder Spaß. Ohne Strategie kann man zwar nicht gewinnen, die glücksspielhafte Würfelkomponente sollte man aber nicht unterschätzen. Wenn man im richtigen Moment auf „Risiko“ spielt, kann man gewinnen, auch wenn man vorher eher schlecht aufgestellt war. Ein Klassiker, der in keiner Spielesammlung fehlen sollte.

 

 

Platz 2: Eldritch Horror

Maike: Kaum zu glauben, aber wahr: in meiner Familie bin ich eher als Spiele-Muffel bekannt. Das liegt, glaube ich, daran, dass ich nicht gerne verliere … Umso komischer, dass ich Eldritch Horror sehr gerne spiele. Denn wer sich hier nicht darauf einstellt, eventuell zu verlieren, der hat die Macht der großen Alten eindeutig unterschätzt. Aber wenn ich schon gegen die Macht eines Cthulhu, Azathoth, Yog Sothoth oder Shub Niggurath ankämpfen oder verlieren muss, dann kann ich es wenigstens gemeinsam und kooperativ mit meinen Freunden tun. So ziehe ich doch gerne in den Kampf gegen die großen Alten aus Lovecrafts Feder. Es ist zugegebenermaßen ein Spiel mit sehr vielen Teilen und vielen Regeln, weswegen es sich anbietet, es mit jemandem zu spielen, der es schon kennt. Aber wenn man sich dann mit seiner Spielfigur in die Atmosphäre eingespielt hat, dann macht Eldritch Horror richtig Spaß und füllt gut und gerne einen sehr langen Abend.

Wenn ihr mehr zu Eldritch Horror lesen wollt, dann ist Bastis Brett&Spiele-Artikel zu diesem Spiel genau das Richtige für euch.

 

Platz 1: Cards Against Humanity

Sara: Warnung: Dieses Spiel ist nicht für Leute, die sich schnell angegriffen fühlen! Bei diesem Spiel geht es darum, die lustigsten Karten zu legen, um einen Satz zu vervollständigen oder auf eine Frage zu antworten. Abwechselnd muss jeweils ein Mitspieler die lustigste Ergänzung einer Runde auswählen. Derjenige, dessen Antworten am häufigsten gewählt wurden, hat gewonnen. Natürlich befinden sich im Kartendeck nicht nur harmlose Sätze bzw. Antworten. So entstehen meist sehr fragwürdige Endergebnisse, die nichts für schwache Gemüter sind. Darum rate ich Leuten, die keinen schwarzen Humor mögen, davon ab, dieses Spiel zu spielen. Allen anderen: Frohes Sätzebilden! Lachflash garantiert.

 

Das war unseren 10 liebsten Brett- und Kartenspiele. Waren eure Lieblinge dabei? 

Übrigens: Falls das immer noch nicht genügend Spiele für euch waren, schaut ab und zu mal bei unserem Format Brett&Spiele vorbei.

Sandra

Sandra

Sandra hat ihre Liebe zum Schauspielern hat sie schon in der 5. Klasse entdeckt und die hat sie auch zur KultLaute-Theatergruppe gebracht. Mittlerweile ist daraus noch mehr geworden und egal, was sonst so ansteht, für KultLaute opfert sie besonders gerne ihre Freizeit.

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